Jobs : Arbeiten im Ausland für alle

Mehr als 9000 Arbeitssuchenden hat die Zentralstelle für Arbeitsvermittlung der Bundesagentur für Arbeit (ZAV) im vergangenen Jahr einen Job im Ausland verschafft. Köche und Bauexperten haben gute Chancen.

Ein halbes Jahr in Paris jobben, dann ein paar Monate in Australien und anschließend noch in den USA. Längere Auslandsaufenthalte gelten heute als fast schon normal. Dabei gilt allerdings der eindringliche Rat von Experten, sich vor einem Auslandsaufenthalt gründlich über die Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten und mögliche bürokratischen Hürden zu informieren.

Auslandsaufenthalte sind schon früh möglich. „Im vergangenen Jahr wurden etwa 24 000 junge Auszubildende von ihren Arbeitgebern vorübergehend in andere Länder geschickt“, sagt Esther Hartwich, Bildungsexpertin beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHT) in Berlin, „die Hälfte von ihnen mit öffentlicher Förderung.“ Die Zahlen der Azubis aus allen Branchen steigen.

Mehr als 9000 Arbeitssuchenden hat die Zentralstelle für Arbeitsvermittlung der Bundesagentur für Arbeit (ZAV) im vergangenen Jahr einen Job im Ausland verschafft. „Es waren vor allem Fachkräfte aus Bauberufen, an zweiter Stelle standen Köche“, erklärt Beate Raabe, Pressesprecherin der ZAV in Bonn. „Auch ältere Arbeitssuchende können gut vermittelt werden.“ Details über die Bedingungen in den einzelnen Ländern stehen im Internet unter www.europa.eu/eures.       Im Auftrag der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) arbeiten mehr als 10 000 Fachkräfte aller Welt. „Gefragt sind Akademiker mit drei bis fünf Jahren Berufserfahrung. Bewerber dürfen gern auch älter als 50 Jahre sein“, erläutert Hans Stehling von der GTZ in Eschborn. „Sie arbeiten als Berater und Experten.“ Das Gehalt für Einsteiger liegt bei etwa 40 000 Euro steuerfrei im Jahr, dazu kommen Zusatzleistungen. Erfahrene Topleute können mit etwa 7000 Euro rechnen.

   Für Auslandseinsätze sucht der Deutsche Entwicklungsdienst (DED) vor allem Betriebswirte, Agraringenieure und Soziologen für befristete Zeiträume. „Wir zahlen ein Unterhaltsgeld und Sachleistungen zur Sicherung des Lebensbedarfs“, erklärt Maria Ehrke-Hurtado in der DED-Zentrale in Bonn. Der steuerfreie Betrag liegt derzeit bei 1322 Euro in der untersten Kategorie. Dazu kommen freie Wohnung, Sozialleistungen, Versicherungen sowie Hilfen bei der Rückkehr aus dem Ausland.   dpa

Zentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit: www.ba-auslandsvermittlung.de; Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ): www.gtz.de; Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe: www.ageh.de; Studienplätze im Ausland: www.college-contact.de

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