Karriere : Junge Ärzte sollen aufs Land

Kassen unterzeichnen Vereinbarung für bessere Förderung

In ländlichen Regionen sind Praxen von Allgemeinmedizinern Mangelware. Die Krankenkassen wollen nun die Weiterbildung von jungen Ärzten stärker fördern, um dem entgegenzuwirken. Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-SV) unterzeichnete mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und anderen Organisationen eine Vereinbarung zur Förderung des hausärztlichen Nachwuchses, wie es kurz vor Jahresende in einer Mitteilung hieß.

Junge Ärzte, die eine Weiterbildung in Allgemeinmedizin machen, werden ab kommendem Jahr besondere finanzielle und organisatorische Unterstützung erhalten. Dafür sollen mehr Weiterbildungsstellen in Praxen und stationären Einrichtungen bereitgestellt werden, außerdem soll eine bessere Bezahlung gewährleistet werden.

Insgesamt sollen mindestens 5000 Weiterbildungsstellen pro Jahr gefördert werden. Im ambulanten Bereich erhält jeder Nachwuchsarzt in der Allgemeinmedizin derzeit monatlich 2040 Euro. Die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) und die Krankenkassen der Region erhöhen diesen Betrag künftig auf 3500 Euro brutto. Eine höhere Förderung soll es bei drohender oder bereits bestehender Unterversorgung geben. „Wir gehen davon aus, dass diese Maßnahmen dazu beitragen, die hausärztliche Versorgung insbesondere in unterversorgten beziehungsweise potenziell unterversorgten Gebieten zu fördern“, erklärte GKV-SV-Vize Johann-Magnus von Stackelberg. Ob sie tatsächlich greifen, werde sich aber erst im Laufe der Zeit zeigen. Deshalb solle der Erfolg des Förderprogramms jährlich überprüft werden. AFP

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