Kreativ : Akademiker erfinden ihren Job neu

Schätzungsweise vier bis fünf Prozent aller Akademiker haben ihren Job selbst erfunden. Neue Pfade zu beschreiten und Ideen auszuprobieren, ist wichtiger als je zuvor.

Britta Mersch

Soziologen und Wirtschaftswissenschaftler haben einen neuen Typus von Arbeitnehmer entdeckt, den so genannten „Arbeitskraftunternehmer“. Gemeint sind Angestellte, die ihren Job neu erfinden und die Bereitschaft mitbringen, ihre Aufgaben im Unternehmen regelmäßig neu zu definieren. Schätzungsweise vier bis fünf Prozent aller Akademiker haben ihren Job bereits selbst erfunden.

Im Berufsleben neue Pfade beschreiten und Ideen ausprobieren, das ist wichtiger als je zuvor. Wer sich heute für einen Beruf entscheidet, und eine Stelle annimmt, muss davon ausgehen, in seinem Leben eine Vielzahl von Stationen zu absolvieren. Der Soziologe Richard Sennett schätzt, dass ein Amerikaner in 40 Arbeitsjahren mindestens elfmal seinen Job wechselt und sein Know-how mindestens dreimal erneuert. Ähnliche Tendenzen dürften für den deutschen Arbeitsmarkt gelten. Schon jetzt befinden sich laut Hans-Böckler-Stiftung mehr als ein Drittel aller Arbeitnehmer in einem auf Kurzfristigkeit angelegten Arbeitsverhältnis. Sie haben befristete Stellen, sind Leiharbeiter oder in Teilzeit beschäftigt.

„Man muss sich und seine Arbeit wie ein Produkt sehen“, sagt Günter Voß, Soziologe an der TU Chemnitz. Arbeitnehmer sollten die Bereitschaft zeigen, die Prozesse in einem Unternehmen selbst zu gestalten und sich weiterzubilden. Besonders Akademiker haben gute Chancen, sich mit einer inhaltlichen Spezialisierung selbst zu positionieren: „In unseren Studien sehen wir, dass rund vier bis fünf Prozent ihre Jobs selbst geschaffen haben“, sagt Kolja Briedis, der für das Hochschul-Informations-System (HIS) die Lebensläufe von Akademikern untersucht.

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Juniausgabe von „Junge Karriere“

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