Karriere : Kündigung droht: Nicht die Opferrolle einnehmen

Beschäftigte nehmen besser keine Opferrolle ein, wenn ihnen die Kündigung droht. Denn diese passive Haltung verstärkt das Gefühl der Hilflosigkeit. Und daraus könne eine ernsthafte Depression entstehen, warnt die Psychologin Madeleine Leitner aus München. Um dem entgegenzuwirken, müssten Betroffene aktiv werden. „Wichtig ist es, die Kontrolle wieder zu gewinnen, in dem man etwas tut“, sagte die Karriereberaterin. Das könne bedeuten, Bewerbungen zu schreiben, Weiterbildungen zu planen oder mit dem Partner über Auswege zu sprechen. Auch wenn es schwerfällt, heißt es also: Kopf hoch und nach vorne blicken. Das Motto „Immer positiv denken“ sei allerdings zu einfach formuliert. Vielmehr gehe es darum, Ängste zu versachlichen, erklärt Leitner. Bei einer drohenden Kündigung heißt das: Beschäftigte sollten sich einmal konkret vor Augen halten, was der Verlust des Jobs im Alltag für sie bedeutet. Schön ist diese Aussicht sicher nicht. Aber womöglich merken Betroffene dann, dass es gar nicht so schlimm kommen kann, wie sie im ersten Moment gedacht haben.dpa

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