Karriere : Kultusminister fordern Geld für Bildung

Die Bildungsminister der Länder erwarten vom Bildungsgipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am kommenden Mittwoch eine abgestimmte Strategie von Bund und Ländern zur geplanten Qualifizierungsoffensive für Deutschland. Dabei dürften die Beschlüsse nicht hinter den gemeinsamen Vorschlägen der Kultusministerkonferenz (KMK) zurückbleiben, sagte KMK-Präsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) im Anschluss an die zweitätige KMK-Sitzung am Freitag in Saarbrücken.

Die KMK erneuerte dabei ihre Forderung, die durch den Rückgang der Schülerzahlen frei werdenden Mittel zur Qualitätsverbesserung im gesamten Bildungssystem einzusetzen, von der frühkindlichen Bildung über Schulen, Hochschulen bis zur Weiterbildung. Die Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren sollten ausgebaut und eine kostenfreie, bedarfsgerechte Sprachförderung schon vor dem Schuleintritt intensiviert werden.

Die Länder wollen ihre Maßnahmen verstärkt darauf ausrichten, die Bildungschancen von der sozialen Herkunft zu entkoppeln und die Durchlässigkeit im gesamten Bildungssystem zu erhöhen. Die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss sowie die Zahl der Ausbildungsabbrecher soll in den nächsten fünf Jahren halbiert werden.

Außerdem wollen die Länder bis 2010 gemeinsame Voraussetzungen für den Hochschulzugang von beruflich qualifizierten Bewerbern formulieren. ddp

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