Lehre : Ausbildung: Jetzt bewerben

Für die Bank ist es oft schon zu spät: Bewerbungsfristen für Lehrstellen sind oft vorgezogen

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Zahntechniker werden. Trotz Krise wollen deutsche Firmen kräftig ausbilden Foto: dpa

Wer in diesem Jahr die Schule beendet und im Herbst eine Ausbildung machen will, sollte sich mit der Lehrstellensuche beeilen. „Viele fangen damit zu spät an, da werden die Vorlaufzeiten oft unterschätzt“, sagt Uta Kredig-Beil von der Bundesarbeitsagentur. In gefragten Berufen wie dem Bankkaufmann seien die Stellen für dieses Jahr in der Regel schon besetzt. „Da muss man sich eigentlich mit dem jetzigen Halbjahreszeugnis für einen Platz in 2010 bewerben.“

Wer jetzt erst mit der Suche beginnt, sollte flexibel sein und neben seinem Wunschberuf auch ähnliche Berufe in Betracht ziehen, riet Kredig-Beil. „Wer zum Beispiel anstatt Bankkaufmann auch Großhandelskaufmann werden würde, hat deutlich bessere Chancen.“ Auch sei es sinnvoll, nicht nur in der Nähe des Wohnortes zu suchen. „Gerade in selteneren Ausbildungsberufen wie Schneider findet man sonst nichts, da muss man schon bundesweit gucken.“ Wer sich eine Wohnung nicht leisten kann, hat die Möglichkeit, Beihilfe für die Wohnkosten zu beantragen.

Wichtig sei vor allem, dass Schulabgänger bei der Lehrstellensuche selbst aktiv werden – zum Beispiel, indem sie vorab ein Praktikum in einem Betrieb absolvieren, der als Ausbilder infrage kommt. „Und man darf auch nicht zu schüchtern sein: Manchmal muss man richtig nerven und immer wieder nachfragen, dann klappt es irgendwann“, sagte Kredig-Beil.

Derzeit mache sich die Wirtschaftskrise noch nicht so sehr auf dem Ausbildungsmarkt bemerkbar. Auch entlaste es den Lehrstellenmarkt, dass in diesem Jahr weniger Schulabgänger erwartet werden als 2008. dpa

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