LEHRSTELLENBÖRSE : Anlagen-Experte

HEUTE GESUCHT:

In wenigen Wochen beginnt das neue Ausbildungsjahr und viele Jugendliche suchen noch eine Lehrstelle. Gemeinsam mit dem Online-Portal meinestadt.de stellt der Tagesspiegel deshalb Berliner Firmen vor, die Ausbildungsplätze vergeben.

Nach dem Abitur hatte Markus Jeschke keine Lust zu studieren. Er wollte lieber in einem technischen Beruf arbeiten und bewarb sich bei den Berliner Wasserbetrieben um eine Ausbildungsstelle als Mechatroniker. Heute ist er im dritten Lehrjahr und hat es nicht bereut. „Der Job macht Spaß“, sagt der 23-Jährige. Zum

1. September 2008 hat das Unternehmen wieder sechs Ausbildungsplätze für Mechatroniker zu vergeben.

Den Beruf Mechatroniker gibt es erst seit ein paar Jahren. Er vereint den Job des Elektronikers mit dem des Mechanikers, erklärt Markus Jeschke. Mechatroniker sind für die hochkomplexen Anlagen der Wasser-, Klär- und Pumpwerke zuständig. Sie bauen diese aus mechanischen, elektrischen und elektronischen Komponenten zusammen und installieren Steuerungssoftware. Sie sorgen dafür, dass die Maschinen funktionieren. Wenn eine Pumpe ausfällt müssen sie herausfinden, woran es liegt – und sie schnellstens reparieren.

In der Ausbildung lernt der Azubi, mit Metall zu arbeiten, er pfeilt, bohrt und sägt. Er lernt den Aufbau von elektrischen Systemen kennen, Elektriziät zu messen, wie man lötet und verdrahtet und computergestützte Maschinen bedient. Außerdem sammelt er praktische Erfahrungen. Markus Jeschke hat in der Elektroabteilung des Klärwerks in Ruhleben gearbeitet und in der „Kolonne“, die die elektrischen Anlagen der Berliner Springbrunnen wartet.

Die Berliner Wasserbetriebe wurden vor mehr als 150 Jahren gegründet. Sie sind für die Wasserversorgung und -entsorgung zuständig, vom Trinkwasser über die Springbrunnen bis zu den Abwasseranlagen. Das Unternehmen beschäftigt fast 5000 Mitarbeiter und betreibt neun Wasserwerke, sechs Klärwerke und mehr als 150 Pumpwerke. Jeschke ist froh darüber, in einem großen Betrieb ausgebildet zu werden. Die Lehre sei vielfältig, es gäbe sogar ein firmeninternes Ausbildungszentrum. Wegen seiner guten Leistungen kann er die Lehre nach drei Jahren abschließen, gewöhnlich dauert sie ein halbes Jahr länger. Danach könnte er in verschiedenen Bereichen arbeiten: in der Chemie- und der Automobilindustrie oder im Maschinenbau. Er hat sich aber entschlossen, noch ein technisches Fach zu studieren – und vielleicht später, in leitender Funktion, zu den Wasserbetrieben zurückzukehren.

Wer sich bewerben will, sollte schon kräftig gebastelt und zum Beispiel einen Motor auseinandergenommen haben und außerdem in Physik gut sein, rät Jeschke. Bis zum 31. Oktober kann man sich bewerben. Informationen gibt es im Internet unter www.bwb.de. maha

Weitere Lehrstellen im Netz: www.tagesspiegel.de/karriere, Kostenlose Hotline: 0800-2221555

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