LEHRSTELLENBÖRSE : Brötchen-Macher

HEUTE GESUCHT:

In wenigen Wochen beginnt das neue Ausbildungsjahr und viele Jugendliche suchen noch eine Lehrstelle. Gemeinsam mit dem Online-Portal meinestadt.de stellt der Tagesspiegel deshalb Firmen vor, die Ausbildungsplätze vergeben.

In keinem Land der Welt ist Brot so beliebt wie in Deutschland. Und: Wer sich hier zum Bäcker ausbilden lässt, lernt besonders viel, zum Beispiel über Roggen- und Mischbrote, Vollkorn- und Weizenbrote. „Doch auch leckere Brötchen, Butterhörnchen, Baguettes, Bienenstich, Blätterteigkuchen und Torten gehören zum Handwerk dazu“, erklärt Marianne Piesker von der Bäckerei und Konditorei Bernd Peter Wulff in Neuenhagen bei Berlin. Das Unternehmen besteht seit 1978, beschäftigt 160 Mitarbeiter und betreibt Filialen in Berlin und Brandenburg. Zum 1. August sind dort vier Ausbildungsplätze zum Bäcker frei.

„Wir backen nach der guten alten Art“, erklärt die Mitarbeiterin. Brot und Brötchen werden aus Natursauerteig gefertigt und ohne Konservierungsstoffe hergestellt. Backmischungen kommen dem Betrieb nicht in die Vorratskammer. Die Bäckerlehrlinge arbeiten in der Produktionsstätte in Neuenhagen, circa 40 Minuten mit der S-Bahn von Berlin-Mitte entfernt. Sie lernen, wie man Teig für Brot und Süßes herstellt, wählen Zutaten aus, schälen Obst für den Kuchen oder rösten Nüsse für Croissants. Nachdem die Teige portioniert und geformt sind, kommen sie in elektrisch gesteuerte Öfen. Die Bäckerei Wulff betreibt auch noch einige Holzöfen, die den Backwaren einen besonderen Geschmack verleihen.

In der dreijährigen Ausbildung erfahren die Azubis, wie eine Bäckerei organisiert ist, sie lernen, wie man einfache Teige und Brote, feine Backwaren, Torten und Desserts herstellt und die Vorratshaltung plant. Die Ausbildungsvergütung beträgt nach West-Tarif 385 im ersten und 545 Euro im dritten Lehrjahr.

Für den Beruf ist handwerkliches Geschick notwendig. Das braucht man sowohl für das Füllen von Berlinern mit Marmelade und beim Bestreichen von Plunderteilchen mit Zuckerguss als auch beim Überziehen von Kuchen mit Schokoladenguss. Außerdem ist Fantasie beim Dekorieren gefragt, denn die Teilchen sollen nicht nur gut schmecken, sondern auch hübsch aussehen.

„Voraussetzung für den Job ist ein guter Hauptschulabschluss, körperliche Fitness und die Bereitschaft, sehr früh aufzustehen“, sagt Marianne Piesker. Denn: Der Tag beginnt für den Bäcker, wenn die Stadt noch schläft. Oft müssen sie auch an den Wochenenden und spätabends in der Backstube stehen. Nach der Ausbildung kann ein Bäcker auch in einer Konditorei arbeiten, in Cafés, der Backwarenindustrie, im Hotel- und Gaststättengewerbe oder bei Cateringdiensten. Informationen gibt es unter Telefon 03342/2348-0. maha

Weitere Lehrstellen im Internet unter www.tagesspiegel.de/karriere, kostenlose Hotline: 0800-222 15 55

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