LEHRSTELLENBÖRSE : Melk-Profi

HEUTE GESUCHT:

In wenigen Wochen beginnt das neue Ausbildungsjahr und viele Jugendliche suchen noch eine Lehrstelle. Gemeinsam mit dem Online-Portal meinestadt.de stellt der Tagesspiegel deshalb Berliner und Brandenburger Firmen vor, die Ausbildungsplätze zu vergeben haben.

„Wir bilden keine Tierärzte aus, aber wer Landwirt wird, lernt auch, wie man Erkrankungen von Tieren vorbeugt, wie sich eine Kuh oder ein Schwein verhält, wenn es Schmerzen hat und wie man Erste-Hilfe-Maßnahmen anwendet“, erklärt Andreas Petschick. Er ist Geschäftsführer der Spreewald Forum GmbH, einem branchenübergreifenden Zusammenschluss von fast 30 Firmen aus der Region rund eine Autostunde südöstlich von Berlin entfernt. Vier der Betriebe haben noch einen Ausbildungsplatz für einen Landwirt frei. Am 1. September geht es los. In den Betrieben wird produziert, wofür der Spreewald bekannt ist: Gurken, rote Beete, Chichoree, Frischmilch oder Rindfleisch. Außerdem werden klassische Produkte wie Gerste und Mais angebaut. Inzwischen gibt es auch einen Biobetrieb und eine Biogasanlage im Spreewald, berichtet Petschick.

Die Azubis spezialisieren sich auf verschiedene Bereiche in der Pflanzenproduktion, auf den Anbau von Hackfrüchten wie Kartoffeln, Getreide, Gemüse oder ausgefalleneren Kulturen. Sie lernen, wie man den Nährstoffgehalt des Bodens kontrolliert, wie man säht, düngt, erntet und lagert. Und wie man Traktoren, Schlepper, Pflüge und Mähdrescher bedient. „Hier ist technisches Know-how gefragt, denn die riesigen Maschinen werden heute oft per Computer gesteuert.“ Bei der Tierhaltung steht Rinder-, Schaf- oder Schweinezucht auf dem Stundenplan. Den Azubis wird vermittelt, wie Nutztiere gefüttert und betreut, wie Ställe gepflegt und Kühe gemolken werden.

Wer sich für Bienen interessiert, kann sich auch als Imker schulen lassen. „Gewöhnlich gibt es dafür zwar eine spezielle Ausbildung, aber wir haben eine Sonderregelung erhalten“, sagt Petschick. Denn: Junge Imker sind im Spreewald rar. Neben der praktischen Arbeit auf Hof und Feld ist auch Theorie angesagt. Den künftigen Landwirten wird vermittelt, wie ein Betrieb funktioniert, wie man die Arbeit kalkuliert, die Äcker umweltfreundlich bewirtschaftet und die Produkte effektiv vermarktet.

„Bewerber sollten den Realschulabschluss und befriedigende Noten in den naturwissenschaftlichen Fächern haben, aber vor allem sehr naturverbunden sein und schwere körperliche Arbeit nicht scheuen“, sagt Andreas Petschick. Außerdem müssen sie bereit sein, dann zu arbeiten, wenn das Wetter es vorgibt. Im Sommer habe man nur selten Acht-Stunden-Tage, im Winter dagegen gebe es weniger zu tun. Die Chancen nach der Ausbildung übernommen zu werden, sind sehr gut. Informationen gibt es im Netz unter www.spreewaldforum.com. maha

Weitere Lehrstellen im Internet:

www.tagesspiegel.de/karriere

Kostenlose Hotline: 0800-2221555

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