LEHRSTELLENBÖRSE : Metall-Bastler

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Gemeinsam mit dem Online-Portal meinestadt.de stellt der Tagesspiegel Firmen in Berlin und Brandenburg vor, die Ausbildungsplätze zu vergeben haben.

Am Anfang ist es nicht mehr als ein Stück Eisen, aber wenn die Konstruktionsmechaniker der Firma Heiner Wegner Metallbau GmbH ihr Werk beendet haben, ist daraus zum Beispiel das kunstvoll gestaltete Gittertor am Quartier 110 in der Berliner Mohrenstraße entstanden oder der dekorative Bogen am U-Bahnhof Hausvogteiplatz. „Wir produzieren Unikate aus Metall“, erklärt Heiner Wegner, der Chef und Namensgeber des Unternehmens, das in Wandlitz, eine halbe Autostunde nördlich von Berlin, ansässig ist. Wegner hat noch einen Ausbildungsplatz für einen Konstruktionsmechaniker frei. Die Lehre soll am 1. September starten.

Ein Konstruktionsmechaniker macht auf etwas komplexere Weise ungefähr das, was früher Aufgabe eines Schlossers war. Er arbeitet hauptsächlich in der Werkstatt und baut anhand von technischen Zeichnungen Treppengeländer oder Fenster, Metallkonstruktionen für Überdachungen oder Dachgeschossausbauten. Er schneidet Stahlträger und Bleche nach Maß, schleift, schweißt, biegt sie und bringt Bohrungen an, um Teile später verschrauben zu können. Die fertiggestellten Produkte werden vor Ort montiert. Auftraggeber sind meist Baufirmen, aber auch Privatkunden.

Die Wandlitzer Firma ist ein kleines Unternehmen mit acht Mitarbeitern, das seit 1993 besteht. „Wir haben keine eigene Lehrwerkstatt“, berichtet Wegner. Die handwerklichen Grundlagen werden dem Azubi in Lehrgängen vermittelt. In der Firma selbst muss er von Anfang an richtig mit anpacken: „Bei uns arbeitet er an Aufträgen und nicht für die Tonne.“

Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre. Vergütet wird der Azubi durchschnittlich mit rund 650 Euro im ersten bis 800 Euro im letzten Lehrjahr. Der Verdienst nach der Ausbildung kann als Angestellter im gewerblichen Bereich bei knapp 2000 Euro brutto im Monat liegen.

Wer sich für den Job interessiert, sollte kräftig gebaut und sportlich sein. „Wir hantieren mit schweren Gewichten. Ein Eimer Stahl wiegt 80 Kilogramm“, sagt Wegner. Außerdem sollten Bewerber den Realschulabschluss haben und eine Drei in Mathematik. Denn: Nicht selten kommt es vor, dass beim Bauen von Konstruktionen Längen neu berechnet werden müssen, weil die Entwurfspläne in der Praxis nicht umsetzbar sind.

Der künftige Azubi hat gute Chancen, übernommen zu werden. Es gäbe immer weniger Fachkräfte in der Metallbranche. Bereits einen Lehrling zu finden, der in das Unternehmen passe und die grundlegenden Voraussetzungen erfülle, sei nicht leicht, sagt der Firmenchef. Weitere Informationen gibt es unter Telefon: 033397/609 87. maha

Mit dem Beginn des Ausbildungsjahres am 1. August beenden wir unsere Serie. Ein Fazit dazu lesen Sie am Mittwoch auf der Seite Berliner Wirtschaft.

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