Lehrstellenbörse : Vervielfacher

Sabine Hoelper

HEUTE GESUCHT:

In einigen Wochen beginnt das neue Ausbildungsjahr und viele Jugendliche suchen noch nach einer Lehrstelle. Mit dem Online-Portal meinestadt.de hat der Tagesspiegel deshalb die Aktion „Lehrstellenbörse – Perspektive Jugend“ gestartet: Zweimal in der Woche porträtieren wir Firmen, die Ausbildungsplätze zu vergeben haben.

Ein Unternehmensberater braucht neue Visitenkarten, ein Restaurant Speisekarten und ein Student will seine Diplomarbeit drucken und binden lassen. Für einen Azubi der Firma Sprintout Digitaldruck ist das Alltag. Er berät die Kunden und führt die Druckaufträge aus.

Zum 1. September stellt Sprintout einen Auszubildenden zum Drucker in Digitaldruck ein. Gestartet hat das Unternehmen vor etwa 20 Jahren als Copy-Shop. Heute beschäftigt es rund 80 Mitarbeiter in fünf Filialen. Noch immer können Kunden im Selbstbedienungsbereich Kopien ziehen. Der Kern des Geschäfts aber ist der Digitaldruck. Die Mitarbeiter fertigen sowohl kleinformatige Drucksachen wie Flyer oder Postkarten als auch Großformate wie Plakate, Banner oder Landkarten.

Nicht nur die Drucksachen sind vielfältig. Auch das Aufgabenspektrum des angehenden Druckers ist weit gefasst. Laut Personalleiter Christoph Köhler lässt es sich in Kundenberatung, Druck und Qualitätskontrolle unterteilen. „Die Beratung nimmt einen hohen Stellenwert ein. Deshalb legen wir großen Wert auf gute Umgangsformen“, erklärt Köhler. Im Gespräch muss der Azubi herausfinden, was der Kunde sucht und entsprechende Lösungsvorschläge unterbreiten. Soll beispielsweise ein Plakat gedruckt werden, muss der Azubi erklären, welche der mehr als 40 zur Verfügung stehenden Papiersorten für den Auftrag geeignet sind.

Eine weitere Voraussetzung ist der Realschulabschluss, ferner sind „Grundkenntnisse in grafischen PC-Programmen wie Photoshop oder Coreldraw wünschenswert“, so Köhler. Schließlich steuert der Azubi den gesamten Druckvorgang vom PC aus. Er lädt die Text-, Bild- und Grafikdaten ins System und prüft ihre Druckbarkeit. Außerdem nimmt der Azubi die Feinabstimmung der Farben vor. Erst dann wird gedruckt: Zuerst ein Muster, später die gesamte Auflage.

Während die Maschinen rattern, ist es Aufgabe des angehenden Druckers, laufend zu kontrollieren, ob das Ergebnis der gewünschten Qualität entspricht. Im nächsten Schritt verarbeitet der Lehrling die Drucksachen weiter, er schneidet, bindet, laminiert oder perforiert sie. Plakate versieht er mit Ösen oder zieht sie auf eine Platte auf, so dass der Kunde sie später aufhängen kann.

Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird mit 550 Euro im ersten bis 690 Euro im dritten Jahr vergütet. Anschließend wird der Lehrling übernommen. „Wir bilden für den eigenen Bedarf aus“, versichert Köhler. Wer sich für die Stelle interessiert kann sich informieren unter: www.sprintout.de oder per Email: info@sprintout.de. Sabine Hoelper

Die Lehrstellenbörse im Internet: www.tagesspiegel.de/lehrstellenboerse, www.meinestadt.de

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