LEHRSTELLENBÖRSE : Wandbekleider

Sabine Hoelper

HEUTE GESUCHT:

In wenigen Monaten beginnt das neue Ausbildungsjahr und viele Jugendliche suchen eine Lehrstelle. Mit dem Online-Portal meinestadt.de hat der Tagesspiegel deshalb die Aktion „Lehrstellenbörse – Perspektive Jugend“ gestartet: Zweimal wöchentlich porträtieren wir Firmen, die Ausbildungsplätze vergeben.

Nach zwei Tagen Arbeit ist der Raum wie neu. Es riecht nach Farbe, die Wände leuchten weiß oder tragen neue Tapeten. Tapezieren und Streichen, das gehört zu den täglichen Aufgaben des neuen Azubis des Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerks. Zum 1. September sucht die soziale Einrichtung einen Lehrling, der Maler für Gestaltung und Instandhaltung werden will.

Mit dem Leiter der Malerabteilung, Klaus-Günther Krantz, und einem Gesellen wird der Azubi Decken, Wänden und Böden im Diakoniezentrum Heiligensee verschönern. In mehr als 400 Wohnungen leben dort bedürftige Menschen aller Generationen. „Wenn jemand auszieht, renovieren wir“, erklärt Krantz. Aber auch zwischendurch müssen Decken und Wände gestrichen oder Fußböden neu verlegt werden. Außerdem streichen die Maler die Außenfassaden der Gebäude oder befreien sie mit Hochdruckreiniger von Graffiti.

Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet in Betrieb und Berufsschule statt. Der Azubi lernt etwa, Untergründe zu prüfen und je nach geplanter Beschichtung vorzubehandeln. Er führt Ausbauarbeiten durch sowie Putz-, Dämm- und Trockenbauarbeiten. Er lernt, wie man Energiesparmaßnahmen durchführt, wie man Konzepte für die Raum- und Fassadengestaltung entwirft und umsetzt und wie man Beschriftungen herstellt. Die Arbeitsatmosphäre bei der Diakonie ist relativ entspannt, verspricht Krantz: „Wir haben zwischendrin auch mal Zeit, uns besonders um den Azubi zu kümmern, ihm etwas zu zeigen oder Mathe für die Berufsschule zu üben.“

Vergütet wird die Lehre mit 342 Euro im ersten, 373 Euro im zweiten und 483 Euro im dritten Jahr. Bewerben kann sich, wer einen Realschulabschluss hat und in Mathematik, Physik und Chemie mindestens die Note drei auf dem Zeugnis. Handwerkliches Geschick sollte vorhanden sein. Testen können das Bewerber während eines Probetages.

Eine Übernahme nach der Ausbildung ist ausgeschlossen. Laut Gordon Schmidt von der Handwerkskammer sind die Chancen auf eine Maler-Stelle in Berlin aber relativ gut. Alternativ kann der Geselle auch unmittelbar nach der Ausbildung die Meisterprüfung ablegen – und ein eigenes Unternehmen gründen. Näheres zum Ausbildungsplatz teilt Klaus-Günther Krantz unter Tel. 030/43060 mit. Internet: www.ejf.de. Sabine Hoelper

Die Lehrstellenbörse im Internet: www.tagesspiegel.de/lehrstellenboerse, www.meinestadt.de

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben