LEHRSTELLENBÖRSE : Zähne-Macher

Marion Hartig

HEUTE GESUCHT:

In wenigen Wochen beginnt das neue Ausbildungsjahr und viele Jugendliche suchen noch eine Lehrstelle. Gemeinsam mit dem Online-Portal meinestadt.de stellt der Tagesspiegel deshalb Firmen vor, die Ausbildungsplätze zu vergeben haben.

„Die Nachgemachten sollen zum Schluss wie echt aussehen und genauso gut funktionieren wie das Original“, erklärt Manfred Wache. Er ist Zahntechnikermeister und betreibt seit fast vierzig Jahren in Zehlendorf ein Labor. Acht Mitarbeiter sind dort beschäftigt. „Wir sind Helfer in der Not“, erklärt er. Wenn ein Kind stürzt und einen Zahn verliert oder ein älterer Mensch ein neues Gebiss braucht, ist es Aufgabe der Zahntechniker, einen möglichst unauffälligen Ersatz zu bauen. Und: Zur Zeit brauchen offensichtlich viele Berliner künstliche Zähne. „Die Auftragslage ist gut“, sagt Wache. Deshalb sucht er zum 1. September einen Auszubildenden, den er nach der Lehre gern übernehmen würde.

Die Zehlendorfer Zahnersatz-Hersteller fertigen aus Keramik, Kunststoff oder Feingold künstliche Zähne. Sie bauen Zahnkronen, Brücken, Inlays und Prothesen, reparieren und reinigen sie und produzieren Zahnspangen. „In unserem Beruf braucht man handwerkliches Feingefühl und ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen“, erklärt Wache. Außerdem muss man mit Maschinen umgehen können, mit Schleifgeräten, Poliermaschinen und computergesteuerten Fräsen. Zahntechniker arbeiten auf der Grundlage eines Gebissabdrucks, den der Arzt ins Labor schickt. Danach stellen sie den Zahnersatz her. Mit Geräten, die die Kieferbewegung beim Sprechen und Kauen nachahmen, wird überprüft, ob sie funktionieren. Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre. Bewerber sollten die Realschule mit guten Noten in den Naturwissenschaften abgeschlossen haben. Informationen gibt es unter Telefon 030/813 30 41. Marion Hartig

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