LEHRSTELLENBÖRSE : Zahnarzt-Helfer

HEUTE GESUCHT:

In wenigen Wochen beginnt das neue Ausbildungsjahr und viele Jugendliche suchen noch eine Lehrstelle. Gemeinsam mit dem Online-Portal meinestadt.de stellt der Tagesspiegel deshalb Berliner Firmen vor, die Ausbildungsplätze zu vergeben haben.

Da wo Sybille Lattermann arbeitet, riecht es streng nach Desinfektionsmitteln, alles glänzt, der Boden, die Instrumente auf dem silbernen Tablett. Aus hygienischen Gründen trägt sie weiße Hose und Kittel, Einweghandschuh und Mundschutz. Auf einem verstellbaren Stuhl nehmen Patienten Platz, denen meist etwas mulmig zumute ist, ob der Dinge, die gleich auf sie zukommen.

Sybille Lattermann ist in der Zahnarzt-Praxis Mitzscherling, Heym, Schräjahr in Zehlendorf beschäftigt. Sie ist Zahnmedizinische Fachangestellte – bis 2001 hieß der Beruf Zahnarzthelferin – und betreut die vier Azubis, die zum 1. August eine Lehre in diesem Beruf beginnen. Eine der Stellen ist noch frei.

„Zu unseren Aufgaben gehört es, Patienten zu empfangen und zu betreuen, Daten aufzunehmen sowie Termine zu vereinbaren und zu verwalten. Wir organisieren die Abläufe in der Praxis und assistieren dem Arzt bei der Behandlung“, erzählt sie. Zahnmedizinische Fachangestellte bereiten die Instrumente wie Pinzetten, Spiegel, Skalpelle, Bohr- und Fräsaufsätze vor, rühren Füllungen aus Amalgam und Kunststoff an, fertigen Gipsabdrücke für Kronen und machen Röntgenaufnahmen. Sie dokumentieren, welcher Zahn fehlt, welcher eine Krone hat oder zu behandeln ist. Die Daten werden direkt in den Computer eingegeben. Nach der Behandlung reinigen sie die Arbeitsflächen und sterilisieren die Instrumente. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Die Vergütung ist tarifvertraglich geregelt und beträgt vom ersten bis zum dritten Lehrjahr knapp 500 bis 590 Euro im Monat.

„Vor dem Zahnarzt haben viele Angst. Unsere Aufgabe ist es auch, diese Angst zu nehmen und zu erklären, was während der Behandlung passiert“, sagt Sybille Lattermann. Man muss offen auf Menschen zugehen, sich in die Lage der Patienten versetzen können und sich trauen, sie anzusprechen. Außerdem ist Organisationstalent gefragt und feinmotorisches Geschick, denn: man hat ständig mit filigranen Gegenständen zu tun.

Nach ihrer Lehre hat die Zahnexpertin zwei Jahre praktische Erfahrungen gesammelt und sich dann zur Zahnmedizinischen Prophylaxeassistentin und zur Verwaltungsassistentin weitergebildet. „Das Management in der Praxis macht mir Spaß“, sagt sie. Und: Die Möglichkeiten, sich weiterzubilden, sind groß. Man kann sich auf Chirurgie, Kieferorthopädie und Orthodontie, Radiologie oder Hygiene spezialisieren und nicht nur in Praxen, sondern auch in Zahnkliniken, im öffentlichen Gesundheitswesen, bei Krankenkassen oder in der Dentalindustrie arbeiten. Informationen gibt es im Netz unter www.berliner-zahnarzt.de.

Weitere Lehrstellen im Internet unter www.tagesspiegel.de/karriere; kostenlose Hotline: 0800-2221555

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