Karriere : Lob und Kritik fördern die Teamarbeit

Lob und Kritik vom Vorgesetzten sind für Mitarbeiter wichtig. Denn ohne konkrete Rückmeldungen kommt es häufig zu Missverständnissen. Während sich der Chef womöglich hohe Gewinnzahlen wünscht, achtet seine Abteilung vor allem auf Kundenzufriedenheit – und der Stress ist vorprogrammiert.

„Viele Vorgesetzte tun sich schwer, ein klares Feedback zu geben“, sagt Rolf Meier, Geschäftsführer der Beratungsfirma Transfer in Hürth. Dabei sei dies für die erfolgreiche Zusammenarbeit in einem Team unabdingbar.

„In einer Firma mit guter Kommunikationskultur sind Lob und Kritik Teil des Alltags“, berichtet Meier. Sei dies nicht der Fall, könne man sie mit Hilfsmitteln wie dem Jahresgespräch verbessern. Hierbei trifft sich der Vorgesetzte einzeln mit jedem Mitarbeiter und sagt ihm, was er von ihm erwartet und wie er seine Arbeitsleistung einschätzt. Die Initiative zu einer solchen Unterhaltung sollte vom Chef ausgehen, oft muss sie ein Mitarbeiter aber auch selbst einfordern.

Bei der Bewertung seines Mitarbeiters sollte der Chef sich vor Vorwürfen und pauschalen Aussagen hüten. Besser sei es, seine Meinung zu äußern und konkrete Beispiele zu nennen: „Ich habe das Gefühl, dass Sie mit dem neuen Kunden gut zurechtkommen. Er hat sich sehr positiv über die Zusammenarbeit geäußert.“ Rolf Meier betont: „Lob und Tadel sind zwei Seiten einer Medaille und gehören beide zu einem Feedbackgespräch.“ Auch der Chef müsse erwarten, dass seine Mitarbeiter ein bestimmtes Verhalten von ihm kritisieren.Je normaler eine solche Gesprächskultur im Firmenalltag werde, desto weniger komme es aber zu brisanten Situationen. ddp

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