Karriere : NACHRICHTEN

„MINT“-Fachkräfte bleiben gesucht. Firmen setzen auf Weiterbildung

Der Bedarf an Fachkräften und Akademikern im „MINT“-Bereich bleibt hoch. Solche Spezialisten aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik werden laut der aktuellen Beschäftigungsumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln von vielen Unternehmen auch im kommenden Jahr gesucht. Knapp 38 Prozent der befragten Betriebe klagen über einen spürbaren Personalmangel im MINT-Bereich. Viele Betriebe setzen verstärkt auf Aus- und Weiterbildung. So fördern rund sechs von zehn Firmen Mitarbeiter, die sich zum Techniker oder Meister fortbilden, durch Freistellungen oder finanzielle Hilfen. Fast jeder zweite Betrieb bietet Weiterbildungsprogramme für „MINT“-Kräfte an. Rund 40 Prozent der befragten Unternehmen arbeiten mit Schulen zusammen. dpa

Ohne Lehrstelle: Weiterbildung durch Berufsgrundbildungsjahr

Auch wenn die Lehrstellensuche bislang erfolglos war: Jugendliche haben viele Möglichkeiten, sich bis zum Beginn des nächsten Ausbildungsjahres weiterzubilden. Sie können etwa ein Berufsgrundbildungsjahr (BGJ) absolvieren. Es wird in elf Bundesländer angeboten und findet in Berufsschulen statt, wie Ilona Mirtschin von der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg erläutert. Es eigne sich vor allem für die Jugendlichen, die „im Grundsatz schon wissen, welche berufliche Richtung sie einschlagen wollen“, so Mirtschin. Informationen gibt es in den Berufsinformationszentren der Arbeitsagenturen und im Internet unter: http://infobub.arbeitsagentur.de/bbz/modul1/modul_1_2.html.dpa

Immer mehr Jobs werden

befristet vergeben

Immer mehr Jobs werden befristet vergeben. Das teilt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg mit. So wurde 2006 bei fast jeder zweiten Neueinstellung (43 Prozent) ein befristeter Arbeitsvertrag abgeschlossen - 2001 lag der Anteil bei 32 Prozent. Insgesamt sei der Anteil befristeter Jobs an allen Arbeitsverhältnissen von 1996 bis 2006 von weniger als 4 auf mehr als 6 Prozent gestiegen. – damit habe sich die Quote in dieser Zeit um 65 Prozent erhöht. Mittlerweile haben dem IAB zufolge mehr als zwei Millionen Beschäftigte in Deutschland einen befristeten Arbeitsvertrag. Besonders oft gebe es befristete Jobs im öffentlichen Dienst. Bei neuen Arbeitsverhältnissen machen sie zwei Drittel aus. Auch im Gesundheits- und Sozialwesen sowie bei Erziehern seien Befristungen heute als normal anzusehen. dpa

4000 freie Stellen

in technischer Dokumentation

In der technischen Dokumentation haben Jobsuchende nach Branchenangaben derzeit gute Aussichten: Rund 4000 Stellen sind momentan in diesem Bereich offen, teilt die Gesellschaft für technische Kommunikation (tekom) in Stuttgart mit. Gesucht seien Fachleute, die zum Beispiel Gebrauchs- und Betriebsanleitungen entwickeln und Serviceportale betreuen. Derzeit sind nach tekom-Angaben rund 85 000 Beschäftigte in Deutschland im Bereich der technischen Kommunikation und Dokumentation tätig. Seit 2002 hat sich ihre Zahl demnach um etwa 18 000 erhöht. Für angehende technische Redakteure gebe es berufsbegleitende Qualifizierungsangebote als auch spezielle Studiengänge. dpa

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