Karriere :  NACHRICHTEN 

Nur jeder siebte Arbeitnehmer

hat längere Auslandserfahrung

Die meisten Erwerbstätigen (92 Prozent) sind überzeugt, ein Auslandsaufenthalt sei eine gute Möglichkeit, Fremdsprachen zu lernen. Meistens bleibt es allerdings bei frommen Wünschen: Nur rund jeder Siebte (15 Prozent) hat schon einmal mindestens sechs Monate im Ausland verbracht oder plant, das bald zu tun. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa hervor. Bedeutend höher ist dieser Anteil allerdings bei den Jüngeren: Unter den 18- bis 29-Jährigen ist es jeder Vierte. Der Anteil derjenigen, die beruflich auf Fremdsprachenkenntnisse angewiesen sind, ist vergleichsweise hoch: Das gilt der Umfrage zufolge für fast jeden dritten Erwerbstätigen (36 Prozent). In der Gruppe der formal höher Gebildeten mit Abitur oder Hochschulabschluss sind es sogar 53 Prozent.dpa

Jeder vierte Arbeitnehmer findet seinen Chef zu autoritär

Rund jeder vierte Arbeitnehmer findet seinen Chef zu autoritär. Das zeigt eine repräsentative Umfrage der GfK-Marktforschung in Nürnberg. Demnach beklagen sich gut 28 Prozent der Beschäftigten darüber, dass ihr Vorgesetzter keinen Widerspruch zulässt. Rund 24 Prozent fühlen sich vom Chef ständig unter Druck gesetzt. Und knapp 11 Prozent finden außerdem, dass ihr Chef cholerisch ist und beim geringsten Anlass anfängt zu schreien. Befragt wurden knapp 900 Berufstätige. Auch in Hinsicht auf sein Wissen über Personalführung vergibt jeder Fünfte seinem Chef schlechte Noten: Rund 21 Prozent der Arbeitnehmer sind der Meinung, ihr Chef habe von Mitarbeiterführung „keine Ahnung“.dpa

Altenpfleger sind psychisch besonders gefährdet

Altenpfleger haben ein besonders hohes Risiko für berufsbedingte Erschöpfung. Das hat eine Untersuchung des Privatinstitutes für Evaluation und Qualitätssicherung im Gesundheits- und Sozialwesen aus Hamburg ergeben. Dabei wurden die Daten von 2036 Patienten, die in den Jahren 2002 bis 2007 in psychosomatischen Reha-Kliniken behandelt wurden, ausgewertet. Bereits zu Beginn der Reha hatten jene Patienten die schwersten Symptome, die in der Altenpflege gearbeitet hatten, berichtet die in Weinheim erscheinende Zeitschrift „Psychologie heute“ in ihrer Januarausgabe 2009. Diese Patienten profitierten weniger von der Reha als etwa Bürokräfte und Lehrer. Letztere waren bei der Aufnahme vergleichsweise am gesündesten.dpa

Ab 55 Jahren aufwärts arbeiten

in Deutschland viele nicht mehr

In Deutschland arbeitet nur der geringere Teil der 55- bis 64-Jährigen: Nur 40,9 Prozent von ihnen sind nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln noch erwerbstätig. In anderen Ländern ist die Quote deutlich höher. In Norwegen etwa sind es 55,9, in den USA 59 und in der Schweiz sogar 60,1 Prozent. dpa

Gespräche in Muttersprache

für andere Azubis befremdlich

Sprechen Azubis in der Muttersprache, die andere nicht verstehen, finden ihre Kollegen das befremdlich. In interkulturellen Beziehungen könne das zu Unbehagen führen, sagt Iris Bednarz-Braun vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) in München. Die Verwendung einer fremden Sprache führe bei Dritten schnell zu einem Gefühl der Ausgrenzung und des Misstrauens, auch wenn das unbegründet sei. Grundsätzlich funktioniere die interkulturelle Zusammenarbeit aber gut. Das DJI wertete die Antworten von 2095 Azubis aus. (Internet: www.dji.de) dpa

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