Karriere :  NACHRICHTEN 

Der Burnout-Falle entkommen: „Downshifting“ heißt die Devise

Burnout-Gefährdung hat oft mit stressigen Arbeitsbedingungen zu tun. Und die gibt es nach Einschätzung von Experten heute häufiger als noch vor zehn Jahren. „Das Problem hat sich verschärft“, sagt die Psychotherapeutin Anne Katrin Matyssek aus Düsseldorf. „Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verwischen immer mehr. Viele müssen ständig per Handy erreichbar sein.“ Wer kaum noch Freizeit hat, habe aber auch keine Gelegenheit, seine „Akkus“ immer wieder aufzuladen. „Das kommt oft zu kurz, und irgendwann streikt dann die Psyche“, erklärt Matyssek.    Aus dem chronischen Stress könne sich dann ein Burnout-Syndrom entwickeln. Nicht der Stress selbst ist das Problem, sondern der Verlust der Erholungsfähigkeit. Deswegen seien Phasen, in denen alles Berufliche zurücksteht, auch so wichtig. dpa

Noch rund 84 000 Bewerber

ohne Lehrstelle

Rund 84 000 Bewerber waren im September 2008 noch auf der Suche nach einer Lehrstelle. Von ihnen hatten knapp 70 000 zunächst eine Alternative gefunden. Den noch suchenden Jugendlichen standen 19 500 noch unbesetzte betriebliche Ausbildungsplätze gegenüber. Das ist das Ergebnis einer Erhebung des Bundesinstitutes für Berufsbildung (BIBB) in Bonn. Demnach war es trotz Entspannung auf dem Ausbildungsmarkt für viele weiterhin schwierig, einen betrieblichen Ausbildungsplatz zu finden. dpa

Die Mehrzahl der Beschäftigten arbeitet in kleinen Unternehmen

Der Anteil kleinerer Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten ist kontinuierlich gestiegen. So arbeiteten 2005 nur 20 Prozent der Beschäftigten in großen Unternehmen mit mehr als 500 und 10 Prozent in mittleren mit 250 bis 499 Beschäftigten. Dagegen waren 70 Prozent in kleinen Betrieben tätig. Darauf weist das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg hin. Der Anteil der Beschäftigten in großen Unternehmen lag 1994 noch 5 Prozentpunkte höher, der in kleinen 5 Prozentpunkte niedrigerdpa

Arbeitslosigkeit hängt stark

vom Bildungsgrad ab

Bildung schützt vor Arbeitslosigkeit. Zumindest nimmt die Wahrscheinlichkeit mit dem Bildungsniveau ab, im Lauf seines Berufslebens arbeitslos zu werden. Das bestätigt eine neue Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg. Danach sind Personen ohne Abitur oder ohne Berufsausbildung in der Gruppe der von Arbeitslosigkeit am meisten Betroffenen besonders häufig zu finden. Hochschulabsolventen sind dagegen viel seltener vertreten, als es ihrem Anteil entspricht. In dieser Gruppe überrepräsentiert sind dagegen Abiturienten ohne Berufsausbildung. Das IAB hat für seine Studie die Entwicklung der Erwerbstätigkeit der 25- bis 50-Jährigen in Westdeutschland von 1975 bis 2004 untersucht. dpa

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