Karriere :  NACHRICHTEN 

Neue Stellen werden oft

über Kontakte besetzt

Vitamin B zahlt sich aus: Fast ein Drittel aller Stellen wurde im vergangenen Jahr über persönliche Kontakte oder über eigene Mitarbeiter besetzt. Das ergab eine Erhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg. Bei rund jeder vierten Neueinstellung fanden Arbeitgeber den passenden Bewerber über eine Zeitungsanzeige. Bei jeder sechsten waren die Arbeitsagenturen oder die Jobbörsen der Bundesagentur für Arbeit behilflich. Eine deutlich kleinere Rolle spielen private Arbeitsvermittler, die nur bei etwa jeder 50. Stellenbesetzung beteiligt waren. Noch seltener haben Arbeitssuchende mit Hilfe einer selbst geschalteten Anzeige einen Job gefunden. Arbeitgeber suchen in der Regel auf mehreren Wegen nach Mitarbeitern, ergab die Studie, für die Ende 2008 rund 14 000 Betriebe befragt wurden. dpa

Umfrage: Jeder dritte Berufstätige fühlt sich gestresst

Jeder dritte Berufstätige fühlt sich gestresst und dadurch stark erschöpft oder sogar ausgebrannt. Das hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa in Berlin ermittelt. Als Hauptgründe gelten Hetze und Termindruck im Job sowie ständige Erreichbarkeit – das betrifft besonders Führungskräfte. Laut Techniker Krankenkasse waren rund 40 000 Arbeitnehmer das ganze vorige Jahr über wegen Burnout-Symptomen krankgeschrieben. Die Folgen für die Gesundheit seien dramatisch: Stark gestresste Menschen haben im Vergleich zu wenig Gestressten mehr als doppelt so oft eine Herz-Kreislauf-Erkrankung. Auch leiden sie öfter unter Rücken- und Kopfschmerzen, psychischen Problemen und Schlafstörungen.

Betriebsklima in Unternehmen verschlechtert sich

Während die Belastungen zunimmt, verschlechtert sich das Betriebsklima in Unternehmen und Organisationen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Frankfurt. Die Arbeitsintensität nehme zu und Kollegialität schwinde. „Die Arbeitswirklichkeit unterliegt tiefgreifenden Veränderungen, die in den vergangenen Jahren noch an Geschwindigkeit zugelegt haben“, sagte einer der Leiter der Studie, Rolf Haubl. Den permanenten Umbau ihrer Firma könnten viele Beschäftigte nicht mehr nachvollziehen und identifizierten sich deshalb nicht mehr mit ihrer Arbeit. dpa

EU will staatliche Ausbildung

enger mit Privatindustrie verknüpfen

Die EU-Bildungsminister haben dafür geworben, staatliche Ausbildungsprogramme zwecks Praxisorientierung enger mit der Privatindustrie zu verzahnen. „Der schlimmste Fall ist der, wenn die eine Seite junge, qualifizierte Arbeitslose produziert und die andere sich über einen Mangel an gut Ausgebildeten beklagt“, sagt EU-Bildungskommissar Jan Figel. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben