Karriere : NACHRICHTEN

Flexible Arbeitszeitmodelle haben

in der Krise Konjunktur

In der Wirtschaftskrise haben flexible Arbeitszeitmodelle Konjunktur: Viele Personaler denken laut einer Studie über den vermehrten Einsatz von Arbeitszeitkonten nach, um Auftragsflauten besser ausgleichen zu können. Solche Überlegungen werden von knapp zwei Drittel (64 Prozent) der befragten Personalverantwortlichen angestellt, ergab eine Umfrage des Softwareanbieters s+p aus Leipzig unter 350 Firmen in Deutschland. Laut der Umfrage sparen viele Firmen wegen der Rezession auch an Weiterbildungskosten: Fast jedes achte Unternehmen (12 Prozent) gab an, in diesem Jahr weniger als früher in die Personalentwicklung investieren zu wollen. dpa

Bei der Karriere zählt für Frauen

die Dauer der Betriebszugehörigkeit

Bei der Karriere spielt für Frauen die Dauer ihrer Betriebszuhörigkeit eine wichtige Rolle. Während Männer eher schon als Führungskraft eingestellt werden oder schneller eine hohe Position erreichen, müssten sich Frauen länger hocharbeiten, teilt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin mit. Für Frauen steige die Chance, in Führungspositionen zu gelangen, wenn sie außerhalb des produzierenden Gewerbes arbeiten. Denn dort dominierten männliche Chefs. Bei den sonstigen Dienstleistungen wie dem Kredit- und Versicherungsgewerbe, Immobilien und Rechtsberatung, seien dagegen vergleichsweise viele Frauen in Führungspositionen. dpa

Beruf als Berufung ist auch

eine Frage der Arbeitsbedingungen

Ob der Beruf als Berufung empfunden wird, hängt auch vom Arbeitgeber ab. Das Unternehmen kann die Voraussetzungen dafür schaffen. Ein Beispiel dafür ist, dass die Mitarbeiter eine Aufgabe vom Anfang bis zum Ende übernehmen und nicht nur einen kleinen Teil davon. Außerdem sollte die Arbeit möglichst viele Talente und Fertigkeiten erfordern, erläutert Karlheinz Ruckriegel von der Georg-Simon-Ohm-Hochschule in Nürnberg. Ein wichtiger Aspekt sei auch, ob sich der Betrieb zum Beispiel für die Ausbildung engagiert oder im sozialen und kulturellen Bereich, erläutert der Betriebswirt in der Juniausgabe der Fachzeitschrift „Personal“. dpa

In Krisenzeiten Mut zur Veränderung haben

Mut zur Veränderung ist in Krisenzeiten im Berufsleben unverzichtbar. Es sei heute wichtiger denn je, im Berufsleben neue Pfade zu beschreiten, heißt es in der Juniausgabe der Zeitschrift „Junge Karriere“. „Man muss sich und seine Arbeit wie ein Produkt sehen“, sagte der Soziologe Günter Voß von der Technischen Universität Chemnitz dem Magazin. Beschäftigte sollten die Bereitschaft zeigen, Prozesse im Betrieb selbst zu gestalten und sich weiterzubilden. Wichtig sei, dass Arbeitnehmer Eigeninitiative und Mut zur Veränderung zeigen: Der neue Typ des Angestellten sei ein „Arbeitskraftunternehmer“, der seinen Job regelmäßig neu erfindet und seine Aufgaben im Betrieb immer wieder anders definiert. dpa

Ansehen von Bankangestellten

stark gesunken

Das Ansehen von Bankangestellten hat durch die Finanzkrise offenbar stark gelitten: Sie genießen deutlich weniger Vertrauen als vor einem Jahr. Das ergibt sich aus einer Befragung der GfK-Marktforschung in Nürnberg, an der mehr als 17 000 Personen in 17 Ländern teilgenommen haben. Demnach sagen 63 Prozent der Befragten in Deutschland, dass sie Bankern vertrauen – im vergangenen Frühjahr waren es noch 72 Prozent. Den stärksten Glaubwürdigkeitsverlust mussten Banker in Schweden, Großbritannien und den USA hinnehmen – hier gingen die Werte zum Teil um mehr als 20 Prozentpunkte in den Keller. dpa

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