Karriere : NACHRICHTEN

Für viele Jobs in der IT-Branche

ist kein Informatikstudium nötig

Ein abgeschlossenes Informatikstudium ist für Bewerber in der IT-Branche keineswegs Pflicht - auch Quereinsteiger haben durchaus Chancen. Das ergibt sich aus einer Untersuchung des Beraterunternehmens PPI in Hamburg, das Stellenanzeigen der 100 größten deutschen IT-Unternehmen ausgewertet hat. Jede fünfte Anzeige davon richtete sich an Bewerber mit einem Abschluss in einem beliebigen Fach. Für jedes dritte Jobangebot kamen sogar Kandidaten ohne Studienabschluss infrage – sofern sie stattdessen eine entsprechende Ausbildung oder Projekterfahrung vorweisen konnten. Ein klassisches Informatikstudium öffnet Einsteigern aber immer noch die meisten Türen in die IT-Branche: So waren Absolventen in diesem Fach in drei Vierteln der untersuchten Stellenausschreibungen gefragt. Begehrt sind auch Wirtschaftsinformatiker - sie wurden in 47 Prozent der Jobangebote gesucht. Dahinter folgten Wirtschaftswissenschaftler (24 Prozent), Ingenieure (14 Prozent) und Naturwissenschaftler (13 Prozent). dpa

Neuer Ausbildungsberuf:

Industrieelektriker

Für technikinteressierte Jugendliche gibt es jetzt einen neuen Ausbildungsberuf. Die Lehre zum Industrieelektriker soll Jugendlichen mit Interesse an Elektroberufen die Möglichkeit zu einem schnellen Facharbeiterabschluss geben, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn mitteilt. Die Ausbildungsverordnung für die zweijährige Lehre ist zum 1. August in Kraft getreten. Industrieelektriker werden in den Fachrichtungen Betriebstechnik sowie Geräte und Systeme ausgebildet. Die ersten sind vor allem in der Metall- und Elektroindustrie sowie bei Energieversorgungsunternehmen beschäftigt. Die zweiten arbeiten insbesondere in der Produktion der Elektroindustrie sowie der Informations- und Kommunikationstechnik. dpa

Minijobber müssen gesetzlicher Unfallversicherung gemeldet werden

Minijobber müssen bei der gesetzlichen Unfallversicherung angemeldet werden. Darauf weist die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) in Berlin hin. Es sei ein häufiges Missverständnis, dass der Beitrag an die Minijob-Zentrale auch die Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung enthält. Das gelte aber nur für das sogenannte Haushaltsscheckverfahren bei 400-Euro-Jobs in privaten Haushalten. Alle anderen geringfügig Beschäftigten müssten der Berufsgenossenschaft oder der zuständigen Unfallkasse gemeldet werden. Der Versicherungsschutz gelte zwar auch, wenn Arbeitnehmer nicht korrekt angemeldet wurden, erklärt Stefan Boltz von der DGUV. Dann müsse der Arbeitgeber aber mit einem Bußgeld rechnen. dpa

Frauen kommen im Betrieb

selten ganz nach oben

Den Chefposten bekommen fast immer Männer: Nur jede vierte Führungskraft in der obersten Führungsebene ist weiblich, in der Ebene darunter nur jede dritte. Daran hat sich in den vergangenen fünf Jahren kaum etwas geändert, zeigt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg. Das gilt sogar in Betrieben mit überwiegend weiblicher Belegschaft. Insgesamt hat es jeder 10. Mann, aber nur jede 25. Frau bis in die oberste Führungsebene geschafft. Daran hat auch die Tatsache nichts geändert, dass der Anteil der Frauen an den hoch qualifiziert Beschäftigten kontinuierlich steigt. Er liegt inzwischen bei 38 Prozent. dpa

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