Karriere : NACHRICHTEN

Firmen durchleuchten Bewerber auch über das Internet

Bei der Jobvergabe durchleuchten Unternehmen Bewerber auch über das Internet. Mehr als ein Viertel (28 Prozent) der Firmen sucht bei der Auswahl gezielt im Netz nach Informationen über die Job-Anwärter. Das ergab eine am Freitag veröffentlichte Befragung von 500 Unternehmen im Auftrag des Bundesverbraucherschutzministeriums. Bei 25 Prozent der Firmen kommt es vor, dass ein Bewerber deshalb nicht zum Vorstellungsgespräch eingeladen oder eingestellt wird. Verbraucherschützer warnen daher davor, allzu leichtfertig Persönliches ins Netz zu stellen. Generell durchsuchen Großunternehmen bei der Personalauswahl eher das Internet als kleine. Dabei nutzen sie auch soziale Netzwerke wie Facebook oder StudiVZ. Allerdings kann ein Bewerber mit seiner Netz-Darstellung auch punkten. Für 56 Prozent der Firmen in der Dimap-Umfrage wird ein Stellensuchender manchmal gerade durch die zusätzlichen Infos, wie Hobbys oder soziales Engagement interessant. (Internet: www.bmelv.de) dpa

Noch freie Lehrstellen: Dringend Fleischer-Azubis gesucht

Das Fleischerhandwerk sucht noch Auszubildende. In den beiden Berufen Fachverkäufer/in und Fleischer/in gab es Ende Juli deutlich mehr offene Stellen als Bewerber. Darauf weist der Deutsche Fleischer-Verband (DFV) in Frankfurt hin. Bei den Verkäufern gab es sogar auf jeden Bewerber zehn offene Stellen: In diesem Bereich suchten nur 230 Jugendliche eine Lehrstelle, während bundesweit 2300 Ausbildungsplätze unbesetzt waren. Auch die Fleischer suchen Nachwuchs: Dort gab es bundesweit 397 Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Dagegen verzeichnete die Statistik 1239 offene Stellen. Im gesamten Ausbildungsjahr kamen auf 2812 gemeldete Stellen gerade 1184 Bewerber. Laut DFV-Hauptgeschäftsführer Martin Fuchs könnten viele Stellen bis zum Herbst nicht besetzt werden. Der Grund dafür sei, dass der Fleischerberuf ein schlechtes Image habe und mit vermeintlich attraktiveren Ausbildungsberufen konkurriere. Dabei seien die Aus- und Weiterbildungschancen gut. Viele Azubis blieben auch nach Abschluss der Ausbildung in ihrem Betrieb.dpa

Handwerk wirbt um Schulabgänger mit Migrationshintergrund

Im Kampf gegen den drohenden Fachkräftemangel und auf der Suche nach Lehrlingen will das deutsche Handwerk gezielt junge Ausländer ansprechen. Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Otto Kentzler, sagte der „Bild"-Zeitung „Wir wollen auch verstärkt um Schulabgänger mit Migrationshintergrund werben. Die müssten gezielter in der Schule gefördert und an die Berufswelt herangeführt werden. Dann werden sie ihre Ausbildungschancen auch besser nutzen können.“ Kentzler sagte weiter, 2009 werde das Handwerk etwa so viele Lehrlinge ausbilden wie 2008. Der ZDH-Präsident fügte hinzu: „In manchen Berufen finden wir nicht mal genug junge Leute. Viele wissen nicht, dass es im Handwerk rund 100 verschiedene Berufe gibt.“ Da müssten Schule und Handwerk noch viel mehr Aufklärung bieten. Reuters

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben