Karriere : NACHRICHTEN

Neue Jobbörse der Arbeitsagentur

ist schneller und übersichtlicher

Arbeitgeber und Jobsuchende sollen von sofort an einfacher und schneller zueinander finden und damit den Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Krise bremsen. Dabei soll die neugestaltete Internet-Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit (BA), die jüngst in Berlin vorgestellt wurde, helfen. In dem nach BA-Angaben größten deutschen Online-Stellenportal finden sich mehr als drei Millionen Bewerberprofile und etwa 550 000 Stellenangebote. Mit der überarbeiteten Version sei auch ein neuer Ansatz in Beratung und Vermittlung verbunden, so BA-Chef Frank-Jürgen Weise. Es werde nun nicht mehr allein nach Berufsbildern, sondern auch nach Kompetenzen vermittelt. Jobsuchende, die ein passendes Angebot finden, können die komplette Bewerbung gleich online einreichen. (Internet: http://jobboerse.arbeitsagentur.de) dpa

Immer mehr Berufstätige

haben einen Zweitjob

Immer mehr Berufstätige nehmen neben ihrer regulären Arbeit einen Zweitjob an. Das geht aus einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervor, die in Berlin vorgestellt wurde. Demzufolge üben rund 1,4 Millionen Menschen neben ihrem Hauptberuf einen regulären zweiten Job aus. Laut DIW entspricht das etwa 3,7 Prozent der Erwerbstätigen. DIW-Forscher Karl Brenke erklärte: „Mehrfachbeschäftigungen sind in Deutschland vor allem eine Sache von Fachkräften und somit der Mittelschicht.“ Laut Studie liegt der Anteil von Erwerbstätigen mit Nebentätigkeit in den meisten EU-Ländern höher als hierzulande. Betroffen seien insbesondere Skandinavien, Polen, die Niederlande und Portugal. Die Studie des DIW beruht auf Daten des Statistischen Amtes der Europäischen Gemeinschaft (Eurostat) und Ergebnissen des deutschen Mikrozensus. Schwarzarbeit sei in den Daten wahrscheinlich nicht abgebildet.AP

Sechs von zehn Studenten jobben auch im Semester

Ein Studium ohne Nebenjob können sich die wenigsten leisten: Sechs von zehn (62 Prozent) arbeiten sogar im Semester. Das hat eine repräsentative Studie der Beraterfirma Univativ in Darmstadt ergeben. Die Mehrheit (51 Prozent) arbeitet mindestens fünf Stunden pro Woche im Semester, jeder Vierte (27 Prozent) elf Stunden und mehr. In den Semesterferien jobben drei Viertel der Studenten (77 Prozent). Jeder Dritte (32 Prozent) arbeitet dann 20 Stunden und mehr pro Woche. Befragt wurden im Juni knapp 1200 Studenten an 50 Hochschulen. Studentinnen jobben demnach im Schnitt mehr als ihre männlichen Kommilitonen: Während des Semesters sind 56 Prozent mindestens fünf Wochenstunden beschäftigt, 70 Prozent sind es während der Semesterferien. Bei den Männern liegen die jeweiligen Anteile nur bei 48 beziehungsweise 66 Prozent. dpa

Stellenangebot darf sich nicht nur

an Berufsanfänger richten

Arbeitgeber dürfen Stellenangebote nicht ohne weiteres nur auf Berufseinsteiger zuschneiden. Das ergibt sich aus einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts in Erfurt (Aktenzeichen: 1 ABR 47/08), auf das der Bund-Verlag in Frankfurt hinweist. Demnach gilt es als Altersdiskriminierung, wenn eine Stelle ohne sachlichen Grund nur für Berufsanfänger angeboten wird. Denn dadurch werden Bewerber mit längerer Berufserfahrung benachteiligt, die in der Regel älter sind als Neulinge in der Arbeitswelt.dpa

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