Karriere : NACHRICHTEN

Informatiker wollen nette Kollegen und am liebsten zu Google

Angehende Informatiker legen vor allem Wert auf attraktive Aufgaben und Kollegialität. Auch Aufstiegs- und Weiterbildungschancen sind für sie wichtige Kriterien bei der Stellensuche. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Beratungsunternehmens Tendence in Berlin unter 5227 Studierenden von IT-Studiengängen an 72 Hochschulen kurz vor dem Examen. Das Einstiegsgehalt ist dagegen weniger ausschlaggebend – anders als etwa für Betriebswirte, berichtet das in München erscheinende Magazin „Computerwoche“ (Ausgabe 38/2009). Die angehenden Informatiker rechnen mit einem Gehalt von im Schnitt 42 800 Euro im Jahr – was in größeren Firmen nicht unrealistisch sein dürfte. Wenn sie sich den Arbeitgeber aussuchen könnten, würden viele am liebsten zu Google gehen: Der Suchmaschinenbetreiber landete mit 22 Prozent auf Platz eins der Wunscharbeitgeberliste. Es folgten auf Platz zwei IBM und SAP mit je 14 Prozent. dpa

Trotz Krise: Gute Aussichten

für Elektro-Ingenieure

Ingenieure der Elektro- und Informationstechnik werden nach wie vor gesucht. Nach einer Umfrage des Verbandes der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) in Frankfurt unter 1300 Mitgliedsunternehmen haben Hochschulabsolventen und Young Professionals nach wie vor gute Berufsaussichten. Das gaben 97 Prozent der befragten Firmen an. Insbesondere in den Bereichen E-Mobility und E-Efficiency würden trotz Wirtschaftskrise Elektroingenieure gebraucht. Einzelne Firmen der Automobilindustrie suchten sogar verstärkt entsprechend qualifizierte Fachkräfte. So rechnen 93 Prozent der befragten Firmen damit, dass sich die Konkurrenz um Fachkräfte der Elektro- und Informationstechnik verschärfen wird. 80 Prozent gehen nicht davon aus, ihren Bedarf künftig decken zu können. Das gelte vor allem für die Bereiche Planung/Projektierung/Engineering und Forschung/Entwicklung, so der VDE. dpa

Firmenchefinnen sind in Deutschland nach wie vor rar

Trotz Emanzipation und Frauenförderung: Frauen in Spitzenpositionen der Wirtschaft sind nach wie vor rar. Der Frauenanteil in deutschen Vorständen hat sich nach einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Instituts für Unternehmensführung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in den vergangenen zehn Jahren zwar verdoppelt, aber bleibt auf niedrigem Niveau. Demnach lag der Anteil im vergangenen Jahr bei 2,4 Prozent nach 1,2 Prozent im Jahr 1998. Seit 2005 ist der Anteil der Studie zufolge sogar leicht rückläufig. Untersucht wurde die oberste Managementebene der 600 wichtigsten börsennotierten Unternehmen Deutschlands. Demnach waren im vergangenen Jahr in den 600 führenden Unternehmen nur 42 der 1721 Vorstandsmitglieder weiblich.dpa

In Kitas und Krippen sind Männer Exoten

In deutschen Kindertageseinrichtungen sind Männer Exoten. 97 Prozent der dort Beschäftigten sind Frauen, ergab eine Analyse des Deutschen Jugendinstitutes (DJI) in München und der Technischen Universität Dortmund. Die Mehrheit der Pädagogen hat eine Teilzeitstelle. Während 1974 lediglich 23 Prozent in Teilzeit arbeiteten, sind es aktuell bereits 61 Prozent. 71 Prozent der pädagogisch tätigen Personen haben eine Erzieher-Ausbildung. Der Anteil der Kinderpflegerinnen liegt bei 13 Prozent. dpa

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