Karriere : NACHRICHTEN

In jedem siebten Ausbildungsbetrieb bleiben Lehrstellen frei

Während viele Jugendliche händeringend nach einer Lehrstelle suchen, bleiben in jedem siebten Ausbildungsbetrieb Stellen unbesetzt. Das hat eine Befragung von mehr als 1000 Betrieben durch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn ergeben. Demnach sind im Jahr 2008 in 14,8 Prozent der Ausbildungsbetriebe Plätze frei geblieben. Insgesamt konnte etwa jede zehnte angebotene Lehrstelle (10,5 Prozent) nicht besetzt werden. Das betrifft besonders den Osten. Dort meldete jeder dritte Ausbildungsbetrieb (34 Prozent) frei gebliebene Plätze. 2007 betrug der Wert noch 10,8 Prozent. Betroffen sind den Angaben zufolge vor allem kleinere und mittlere Betriebe aus dem Verkehrs- und Nachrichtenwesen, dem Gastgewerbe und dem Dienstleistungssektor. Dazu gehören zum Beispiel Reinigungs- und Entsorgungsunternehmen. dpa

Deutsche haben Wissenslücken

in Computerfragen

Das Wissen der Deutschen über Computer könnte deutlich besser sein. Vor allem Berufsanfänger und Arbeitsuchende wiesen große Mängel beim PC-Wissen auf, teilt Microsoft Deutschland in München mit. Das Unternehmen bezieht sich dabei auf eine Studie der Initiative IT-Fitness, die Microsoft-Gründer Bill Gates angestoßen hat. Seit März 2007 haben mehr als zwei Millionen Menschen am so genannten IT-Fitness-Test teilgenommen. Für die aktuelle Erhebung wurden die Ergebnisse von 120 000 Teilnehmern ausgewertet. Am besten schnitten Studenten ab – sie brachten es im Durchschnitt auf 31,51 Punkte. Es folgten Lehrer mit 30,51 Punkten vor Beamten mit 30,28 Zählern. Besonders mangelhaft ist laut Microsoft das Computerwissen etwa bei Schülern (25,54 Punkte), Menschen ohne Arbeit (27,45 Punkte) sowie Rentnern (22,98 Punkte). dpa

Aktive können sich im Job

besser konzentrieren

Körperlich aktive Menschen können sich im Job besser konzentrieren und sind zugleich entspannter als inaktive Arbeitnehmer. Darauf weist die Deutsche Herzstiftung anlässlich des heutigen Weltherztages hin. Sinnvoll sei daher, körperliche Bewegung in den Tagesablauf einzubauen: zum Beispiel, indem Berufstätige ihre Pause für einen Spaziergang nutzen, öfter die Treppe statt des Aufzugs nehmen oder mit Rad zur Arbeit fahren. Schon 30 Minuten Aktivität pro Tag schützen wirksam vor Herzkrankheiten und Schlaganfällen, erläutert die Stiftung. dpa

Berufsfremde Tätigkeit

für Arbeitslose zumutbar

Eine arbeitslose Bürokauffrau muss unter Umständen einen vom Amt angebotenen Job im Altersheim annehmen. Das hat das Sozialgericht Koblenz jetzt entschieden. Denn Arbeitslose dürften eine Wiedereingliederungsbeschäftigung nicht verweigern, nur weil sie ihrer Einschätzung nach nichts mit ihrem bisherigen Beruf zu tun habe. Für eine Ablehnung müssen sie nachweisen, dass die Beschäftigung für sie zum Beispiel unzumutbar ist (Aktenzeichen: S 2 AS 702/07). Das Gericht wies die Klage einer seit längerem arbeitslosen Bürokauffrau ab. Sie hatte sich gegen die Absenkung des Arbeitslosengeldes II um 30 Prozent gewandt. Zur Kürzung war es gekommen, weil die Klägerin sich geweigert hatte, im Rahmen einer sogenannten Eingliederungsvereinbarung vorübergehend als Betreuungshelferin in einem Altenheim zu arbeiten. dpa

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