Karriere : NACHRICHTEN

Chef zu sein, lässt sich

nur praktisch lernen

Ein guter Chef zu sein, lässt sich nur praktisch lernen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft in Überlingen am Bodensee, an der 547 Manager teilgenommen haben. Davon sagen zwei Drittel (68,2 Prozent), dass sie durch „Training on the Job“ gelernt haben, eine Führungsposition im Unternehmen einzunehmen. Eine große Rolle spielt auch die Lebenserfahrung: Jeder Zweite (49,7 Prozent) ist nach eigenen Angaben durch Erlebnisse außerhalb des Unternehmens auf seine Führungsrolle vorbereitet worden – etwa durch seine Rolle als Elternteil oder Mannschaftskapitän in einem Sportverein. Nur 10,8 beziehungsweise 22 Prozent haben das Gefühl, dass Ausbildung und Studium sie fit für den Job gemacht haben. Auch Coachings hält nur jeder Dritte (33,6 Prozent) in diesem Zusammenhang für wichtig. dpa

Umfrage: Handwerk bietet auch für Akademiker gute Jobperspektiven

Das Handwerk bietet auch Akademikern immer mehr interessantere Jobperspektiven, da in vielen deutschen Handwerksbetrieben die technischen Anforderungen an die Mitarbeiter steigen, berichtet das Magazin Junge Karriere in seiner Oktober-Ausgabe. Zudem könnten sich viele Akademiker vorstellen, ins Handwerk zu wechseln, zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Jobportals Stepstone für Junge Karriere: Danach fänden es 85 Prozent der Befragten spannend, im Handwerk zu arbeiten; 6,4 Prozent gaben an, bereits in einem Handwerksbetrieb tätig zu sein. Befragt wurden rund 520 Fach- und Führungskräfte, darunter 70 Prozent Akademiker.Tsp

An unbesetzten Ausbildungsplätzen sind auch Firmen schuld

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (Bibb) hat in einer Befragung von mehr als 1000 Betrieben festgestellt, dass es auch auf Seiten der Unternehmen, also bei den Anbietern von Ausbildungsstellen, Gründe dafür gibt, dass Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben. So trage vor allem eine frühzeitige Personalplanung dazu bei, dass sich der Anteil der unbesetzten Ausbildungsstellen signifikant reduziert. Wird zudem ein breit aufgestelltes Angebot von Vermittlungskanälen genutzt, kann das Risiko unbesetzter Ausbildungsplätze weiter reduziert werden. Sehr hohe Anforderungen der Betriebe an die Bewerber erwecken zudem eher den Eindruck, als würden bereits fertig ausgebildete Fachkräfte gesucht und nicht Jugendliche, die in die Berufswelt eintreten. Auch die Attraktivität der Ausbildungsstellen oder Branchen spielen eine wichtige Rolle für eine erfolgreiche Stellenbesetzung.Tsp

Viele Unternehmerinnen wünschen sich eine Frau als Nachfolgerin

Viele Frauen an der Spitze eines Unternehmens würden den Betrieb gern einer Frau übergeben. Bei Frauen, die ihn selbst gegründet haben, ist es fast jede dritte, insgesamt jede fünfte, ergab eine Erhebung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. Bei der Betriebsübergabe schätzen Chefinnen die Sicherung der Arbeitsplätze als am wichtigsten ein, noch vor der wirtschaftlichen Absicherung von Angehörigen oder der eigenen Altersvorsorge. Laut der Befragung unter 297 selbstständigen Frauen legen die Unternehmerinnen zudem viel Wert auf ein gutes persönliches Verhältnis zum Nachfolger. Nur knapp jede Dritte will sich nach der Übergabe ganz zurückziehen. Die Mehrzahl möchte in beratender Funktion im Betrieb bleiben. dpa

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