Karriere : NACHRICHTEN

Mehr Azubis gehen während der Lehre ins Ausland

Auslandsstationen während der Lehre sind zunehmend gefragt: Immer mehr Auszubildende nehmen Förderungen für solche Stationen in Anspruch. Das geht aus Zahlen der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung in Bonn hervor. Demnach sind die Teilnehmerzahlen des EU-Förderprogramms „Leonardo da Vinci“ in den vergangenen Jahren stark gestiegen: Haben 1995 noch 2172 Auszubildende dabei einen Teil ihrer Lehre im Ausland absolviert, waren es in diesem Jahr bereits 10 193 junge Erwachsene. Insgesamt sind laut Bundesbildungsministerium in Berlin mehr als 100 000 Azubis aus Deutschland seit dem Start des Programms ins europäische Ausland gegangen. Damit liege Deutschland innerhalb der EU an der Spitze. Laut Berufsbildungsgesetz dürfen Lehrlinge heute bis zu einem Viertel ihrer Ausbildung im Ausland absolvieren. dpa

Arbeitgeber sind verpflichtet, Mobber zu stoppen

Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, gegen Mobbing vorzugehen. Halten sie sich nicht daran, können sie wegen verletzter Fürsorgepflicht haftbar gemacht werden. Deshalb müssen Vorgesetzte bei Mobbingfällen aktiv werden. Es gibt in Deutschland zwar kein Gesetz, das Mobbing verbietet. Allerdings können ständige Hänseleien das Persönlichkeitsrecht der Opfer verletzen. Darauf weist der Verlag für die Deutsche Wirtschaft in Bonn hin. Mobbingopfer haben daher rechtliche Möglichkeiten, sich zu wehren. Sie können beispielsweise einen Strafantrag stellen, wenn sie wiederholt beleidigt wurden. Geht ein Opfer zu einem Vorgesetzten, sollte dieser ein Gespräch mit ihm und anschließend mit dem mobbenden Kollegen führen. Bestätigen sich die Vorwürfe, kann der Mobber abgemahnt, nach einer weiteren Abmahnung auch gekündigt werden. dpa

Arbeiten in den USA: Paare haben bessere Chance auf Greencard

Verheiratete haben bei der alljährlichen US-Greencard-Verlosung bessere Chancen als andere. Geben beide Ehepartner einen separaten Antrag ab, haben sie gegenüber Einzelbewerbern eine doppelt so hohe Chance, aus dem Lostopf gezogen zu werden, sagte Holger Zimmermann, Geschäftsführer der Beratungsstelle für Auswanderer „The American Dream“ in Berlin. Wird einer der beiden Partner ausgelost, zählt auch der andere zu den Greencard-Gewinnern. Gleiches gilt für Kinder bis 21 Jahre. Bewerben sie sich zusammen mit ihren Eltern, sind die Chancen der Familie also noch höher. Die USA verlost derzeit zum 15. Mal 55 000 Greencards für Bewerber aus der ganzen Welt. Anträge werden bis zum 20. November unter Americandream.de angenommen.    Voraussetzung ist ein Realschulabschluss. Alternativ wird anerkannt, wenn Kandidaten in den vergangenen fünf Jahren zwei Jahre in einem Beruf gearbeitet haben, für den sie zwei Jahre ausgebildet wurden. dpa

Weniger Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten

Die Zahl der Arbeitsunfälle ist deutlich zurückgegangen. Im ersten Halbjahr 2009 sank sie auf 427 602. Das entspricht einem Minus von 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der tödlichen Unfälle sank nach Angaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) in Berlin um 43 auf 198. Ursache sei auch der deutliche Anstieg der Kurzarbeit, dadurch sinke die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls. dpa

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