Karriere : NACHRICHTEN

Fast jede dritte Stelle wird über persönliche Kontakte vergeben

Gerade in der aktuellen Krise sollten Jobsuchende verstärkt ihre Netzwerke ausbauen, um ihre Chancen auf eine neue Stelle zu verbessern, rät das Magazin Junge Karriere in seiner Novemberausgabe. Bereits im vergangenen Jahr wurde nach einer Befragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung fast jede dritte Stelle (29 Prozent) über Kontakte vergeben. Gerade für hochqualifizierte Arbeitnehmer sind Netzwerke bei der Stellensuche unverzichtbar geworden. Laut Forsa ist inzwischen jede fünfte Führungskraft in Deutschland vernetzt, Tendenz stark steigend. Das zeigen auch die Nutzerzahlen von Online-Netzwerken: So hat seit Beginn der Wirtschaftskrise im September 2008 das weltweit größte Online-Netzwerk Linked-in einen doppelt so hohen monatlichen Zuwachs wie in den Monaten zuvor. Auch das Netzwerk Xing verzeichnet eine starke Zunahme: Eine Million neue Mitglieder meldeten sich seit Jahresbeginn an.

Einstiegsqualifizierung

für Lehrstellensuchende

Für Jugendliche ohne Lehrstelle ist eine Einstiegsqualifizierung eine gute Übergangslösung. In der „EQ“ sammeln Jugendliche praktische Erfahrung im Berufsleben und verbessern so ihre Chancen, einen Ausbildungsplatz zu ergattern. Darauf weist die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg in dem von ihr herausgegebenen Magazin „planet-beruf.de“ hin (Themenheft Hauptschule Ausgabe 2009/2010). Wer sich in dieser Zeit bewährt, wird vielleicht direkt vom Betrieb als Azubi übernommen. Das Praktikum ist auf sechs bis zwölf Monate ausgelegt. Jugendliche bekommen 212 Euro monatlich. Passende Angebote werden von den Arbeitsagenturen, den Industrie- und Handelskammern und den Handwerkskammern vermittelt. (www.planet-beruf.de) dpa

Jeder fünfte Lehrer

leidet unter Burnout

Burnout entwickelt sich zur Berufskrankheit von Lehrern: Jeder fünfte Pädagoge in Deutschland leidet unter Symptomen wie depressiven Verstimmungen oder Schlafstörungen. Das berichtet die in Stuttgart erscheinende Fachzeitschrift „PiD – Psychotherapie im Dialog“ (Ausgabe 3/2009). Pädagogen arbeiten demnach im Schnitt 51 Stunden in der Woche. Etwa jeder vierte Lehrer klage darüber, dass er sich erschöpft fühlt. Neben dem Stress sorgten auch die Umstände in der Schule dafür, dass manche Lehrer ausgebrannt sind: So seien sie neuerdings in hohem Maße Beleidigungen und sogar Gewalt von Schülern ausgesetzt, erläutert Joachim Bauer vom Universitätsklinikum Freiburg in der Fachzeitschrift. dpa

Einkommensunterschied

wird mit dem Alter größer

Der Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen nimmt mit dem Alter zu. Frauen bis zu 24 Jahren verdienen im Durchschnitt 6,9 Prozent weniger als ihre gleichaltrigen Kollegen, ermittelte das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung in Düsseldorf. Bis zum Alter von 34 Jahren werden es dann bereits 15,6 Prozent. Frauen zwischen 35 und 45 Jahren verdienen im Schnitt 21 Prozent und Frauen ab 46 Jahren sogar 23,8 Prozent weniger als Männer. Diese Einkommensunterschiede mit der höheren Qualifizierung von Männern zu erklären, sei nur bedingt stichhaltig: Die immer höhere Qualifikation junger Frauen habe nicht dazu beigetragen, die Einkommenslücke zu schließen. dpa

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