Karriere : NACHRICHTEN

Arbeitslos: Hundertste Bewerbung

bringt nichts

Arbeitslosen wird oft geraten, die Hoffnung nicht aufzugeben. „Immer weitermachen“ kann aber auch die falsche Devise sein. „Wenn es aussichtslos ist, hilft auch die hundertste Bewerbung nicht weiter“, sagte der Psychologe Martin Tomasik von der Universität Jena. Dann sei „Disengagement“ das richtige Motto: Es bedeute, rechtzeitig loszulassen und unrealistische Ziele aufzugeben. Denn: „Wenn meine beruflichen Ziele illusorisch sind, ernte ich nur noch mehr Misserfolge, je mehr ich mich engagiere.“ Tomasik hat in einer Sonderauswertung einer repräsentativen Befragung der Uni Jena untersucht, inwieweit sich „Disengagement“ lohnen kann. Dazu hat er die Angaben von 800 Personen ausgewertet, die Probleme mit der Berufsplanung oder Jobsuche hatten. Das Ergebnis: Wer aussichtslose Ziele gar nicht erst verfolgt, ist zufriedener. (http://bit.ly/tomasik) dpa

Firmen streichen immer mehr Vollzeitjobs

Angesichts der Wirtschaftskrise werden immer mehr Vollzeitjobs gestrichen. Das hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg ermittelt. Im dritten Quartal 2009 gab es demnach 1,3 Prozent weniger Vollzeitbeschäftigte als ein Jahr zuvor. Im zweiten Quartal betrug der Wert noch minus 0,8 Prozent. Die Zahl der Teilzeitkräfte legte dagegen im gleichen Zeitraum um 1,9 Prozent zu. Jeder dritte Beschäftigte (34,5 Prozent) arbeitet inzwischen Teilzeit – damit ist die Quote um 0,7 Prozentpunkte gestiegen. Die Kurzarbeit hat dagegen spürbar abgenommen. So gab es im Monatsschnitt des dritten Quartals 2009 nur noch rund 1,15 Millionen Kurzarbeiter – im zweiten Quartal waren es knapp 1,5 Millionen. (Internet: http://doku.iab.de/grauepap/2009/tab- az09q3.pdf) dpa

Arbeitgeber halten Ältere

nicht generell für leistungsschwach

Die meisten Arbeitgeber halten ältere Mitarbeiter nicht für weniger produktiv oder weniger motiviert. Allerdings gaben bei einer Umfrage immerhin 25 Prozent von 1350 Personalleitern und Geschäftsführern in Industrieunternehmen an, über 50-Jährige hätten eine geringere Leistungsbereitschaft; 27 Prozent waren der Ansicht, Ältere schafften weniger, weil sie mit dem Arbeitstempo nicht mehr mithalten könnten. Das teilt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln mit, das die Daten der Studie über das Image älterer Beschäftigter erhoben hat. Dass Ältere sich innerlich von der Arbeit verabschiedeten, weil sie nicht mehr richtig gefördert werden, glaubten 34,9 Prozent. Dass sie nicht mehr richtig arbeiten wollen, vermuten 24,5 Prozent. Und 25,7 Prozent waren der Ansicht, Weiterbildung für Ältere lohne sich für das Unternehmen nicht.dpa

Ingenieure verdienen weniger, auch weil es weniger Weihnachtsgeld gibt

Ingenieure verdienen erstmals seit fünf Jahren weniger. Nach Daten aus den ersten sechs Monaten von 2009 ging ihr Einkommen um zwei Prozent auf im Schnitt 54 000 Euro pro Jahr zurück. Im Jahr davor lag der Wert noch bei 55 100 Euro. Verantwortlich für diese Entwicklung sind in erster Linie Kürzungen beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld und bei anderen variablen Lohnbestandteilen. Das berichtet die Fachzeitschrift „VDI Nachrichten“. Berufseinsteiger verdienen dagegen besser: Sie legten um 2,2 Prozent auf 41 500 Euro jährlich zu. Ausgewertet wurden Einkommensdaten von mehr als 14 000 Ingenieuren.dpa

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