Karriere :  NACHRICHTEN 

Studie: 2015 fehlen drei Millionen Arbeitskräfte in Deutschland

Deutschland steuert einer Studie zufolge auf einen Arbeitskräftemangel zu. Bereits im Jahr 2015 werden dem Arbeitsmarkt fast drei Millionen Arbeitskräfte fehlen, heißt es in einer Studie der Prognos AG für die Vereinigung der Bayrischen Wirtschaft (VBW), aus der das „Handelsblatt“ kürzlich zitierte. Bis 2030 würde der Arbeitskräftemangel laut Studie auf gut fünf Millionen anwachsen. „Wir müssen uns auf einen Mangel an Arbeitskräften in nie gekannter Form einrichten“, warnte der Hauptgeschäftsführer der VBW, Bertram Brossardt, in dem Blatt. Nach der Prognose fehlen 2015 gut eine Million Fachkräfte mit Hochschulabschluss. Für Mitarbeiter mit beruflichem Abschluss wird die Lücke nach wie vor auf 1,3 Millionen geschätzt. Und selbst von den Arbeitskräften ohne Berufsausbildung werden den Unternehmen 2015 demnach rund 550 000 fehlen. AFP

Leiharbeiter müssen Fahrtkosten selbst tragen

Berufspendler müssen die Kosten für Fahrten zur Firma in der Regel selbst tragen. Das gilt auch für Leiharbeiter, wie sich aus einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz in Mainz ergibt (Aktenzeichen: 1 Sa 331/09). Darauf weist die Deutsche Anwaltauskunft in Berlin hin. Solange nichts anderes vertraglich geregelt ist, haben Leiharbeiter demnach keinen Anspruch auf eine Kostenerstattung. Sie können sich auch nicht pauschal auf den Grundsatz der Gleichbehandlung berufen. Dafür müssen Leiharbeiter zunächst eine entsprechende betriebliche Praxis nachweisen. (Weiteres im Internet unter: www.anwaltauskunft.de) dpa

Urteil: Arbeitgeber darf PC-Muffel kündigen

Wer im Lauf seines Berufsleben nicht mit dem PC umzugehen lernt, kann gekündigt werden. Darauf weist die Rechtsanwaltskammer Oldenburg hin. Sie beruft sich dabei auf ein Urteil des Landesarbeitsgerichts Schleswig-Holstein in Kiel (Aktenzeichen: 3 Sa 153/09). Die Entscheidung zeige, dass sich auch langjährig Beschäftigte aus eigenem Antrieb um ihre Fortbildung kümmern müssen. In dem Fall hatte ein Kfz-Betrieb einem 55-jährigen Mitarbeiter gekündigt, der seit 40 Jahren in dem Unternehmen arbeitete. Ein Grund war, dass der Mann wegen seiner Lese- und Rechtschreibschwäche nicht mit dem PC arbeiten konnte. Der Gekündigte klagte unter anderem gegen die Entlassung, weil der Arbeitgeber ihn hätte fortbilden müssen. dpa

Hochschulabsolventen haben so gut wie sicher mit 35 einen Job

Nach Einschätzung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg werden sich die Beschäftigungschancen von Akademikern insgesamt weiter verbessern. „Der Trend zur Höherqualifizierung im Erwerbssystem ist ungebrochen“, heißt es in der jüngst veröffentlichten Studie. Studieren lohne sich daher in Zukunft noch mehr als bisher. Schon jetzt sei die Lage am Arbeitsmarkt für Akademiker vergleichsweise gut: Etwa ab einem Alter von Mitte Dreißig seien rund 90 Prozent von ihnen hierzulande erwerbstätig. Auch seien sie im Vergleich zu anderen Bevölkerungsgruppen relativ selten arbeitslos. Zugleich steige die Zahl der beschäftigten Akademiker und ihr Anteil an der Summe aller Erwerbstätigen stetig. So sei die Zahl der Erwerbstätigen mit einem Hochschulabschluss zwischen 1991 und 2005 um 40 Prozent gewachsen. dpa

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