Karriere : NACHRICHTEN

Studie: 2009 trotz Krise mehr Firmengründungen als -aufgaben

In der deutschen Wirtschaft sind im vergangenen Jahr trotz Wirtschaftskrise einer Studie zufolge mehr Unternehmen neu gegründet als aufgegeben worden. 2009 habe es nach vorläufigen Schätzungen insgesamt 410 000 Firmengründungen gegeben bei gleichzeitig 397 000 Auflösungen, teilte das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) in Bonn mit. Demnach gaben trotz Krise fast vier Prozent weniger Firmen auf als noch 2008. Mit 410 000 Firmengründungen sei die Zahl neuer Betriebe im vergangenen Jahr um drei Prozent gestiegen. Grund dafür sei unter anderem, dass sich Menschen in der Wirtschaftskrise häufiger selbstständig gemacht und ihre eigene Firma gegründet hätten, etwa weil sie eine Entlassung oder Arbeitslosigkeit dazu gezwungen habe, sagte der stellvertretende IfM-Geschäftsführer, Frank Wallau.AFP

Unternehmenswebseiten sprechen Jugendliche selten an

Firmen-Webseiten für Jugendliche, die eine Lehrstelle suchen, sind oft nicht das Gelbe vom Ei. Unternehmen, die mit solchen Online-Auftritten um Nachwuchs werben, sprechen ihre Zielgruppe meist eher einfallslos an: Interaktive Elemente wie Online-Bewerbungsmodule, persönliche Benutzerkonten, Eignungstests, Blogs, Podcasts oder RSS-Feeds fehlten in der Regel, ergab eine Studie, bei der 108 entsprechende Webseiten großer und bei Schülern beliebter Arbeitgeber untersucht wurden. Bei den Kriterien „Information“ und „Interaktivität“ gab es besonders schlechte Bewertungen, berichtet die in Fachzeitschrift „Personal“ in ihrer aktuellen Ausgabe.dpa

Immer weniger Arbeitnehmer bekommen Urlaubsgeld

Immer weniger Arbeitnehmer haben in jüngster Zeit Sonderzahlungen wie Urlaubsgeld oder ein 13. Monatsgehalt bekommen. Das hat das Marktforschungsinstitut Statista in Hamburg im Auftrag des Magazins Stern ermittelt. Demnach haben 1990 noch rund 31 bis 60 Prozent der Angestellten – gestaffelt nach ihrer Stellung im Unternehmen – ein 13. Monatsgehalt erhalten. 2008 galt das nur noch für 11 bis 27 Prozent. Fast halbiert hat sich der Anteil der einfachen Angestellten, die Urlaubsgeld bekommen haben: Die Quote ist von 55 auf 30 Prozent gesunken. Außerdem sind die Realeinkommen für viele Arbeitnehmer gesunken: In jedem zweiten der 100 gängigsten Berufe haben Beschäftigte 2008 unterm Strich weniger als 1990 verdient. Grund dafür sei die Inflation: Sie habe viele Einkommen stärker entwertet, als sie auf dem Papier gestiegen sind.dpa

Urteil: Ohne Vereinbarung keine Sanktion gegen Hartz-IV-Empfänger

Nehmen Hartz-IV-Empfänger eine Trainings- und Weiterbildungsmaßnahme nicht wahr, darf ihnen ohne vorherige Eingliederungsvereinbarung nicht das Arbeitslosengeld gekürzt werden. Dies entschied das Bundessozialgericht kürzlich in einem Grundsatzurteil. Nach dem Gesetz darf der Arbeitslose erst bestraft werden, wenn zuvor das Jobcenter mit ihm eine Eingliederungsvereinbarung abschloss. In dem Rechtsstreit trug die Arbeitsgemeinschaft Freiburg einer Hartz-IV-Empfängerin auf, sich bei einer Trainingsmaßnahme für den kaufmännischen Bereich zu melden. Eine Vereinbarung zur Eingliederung traf die Behörde mit der Arbeitslosen allerdings nicht. Darin wird etwa festgelegt, welche Fortbildungen absolviert oder wie viele Bewerbungen geschrieben werden müssen. (Aktenzeichen: B 4 AS 20/09 R) DAPD

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