Karriere : NACHRICHTEN

Trotz Krise: Mehr Stellenangebote im Sozialwesen

Trotz der Wirtschaftskrise haben sich die Jobchancen im Gesundheits- und Sozialwesen offensichtlich verbessert: 2009 gab es dort 3 Prozent mehr Stellenangebote als im Vorjahr. Das haben die Personaldienstleister von Adecco ermittelt, die Stellenanzeigen von 40 Printmedien ausgewertet haben. Demnach haben Fachkräfte wie Krankenschwestern, Altenpfleger, Erzieher und Sozialpädagogen derzeit sogar Hochkonjunktur. Insgesamt hat die Zahl der Stellenangebote in den untersuchten Medien dagegen um rund ein Drittel abgenommen – sie sank von 538 743 auf 372 373. Während die Wirtschaft lahmt, bieten Ämter und Behörden mehr Jobs als früher an: 2009 gab es 14 Prozent mehr freie Stellen als im Vorjahr aus diesem Bereich in den Anzeigen. Gesucht wurden vor allem Verwaltungsfachleute – für diesen Beruf wurde ein Plus von 6 Prozent verzeichnet. dpa

Studie: Lohndumping durch Leiharbeit weit verbreitet

Wie die Firma Schlecker drücken nach einer Studie auch viele andere Unternehmen, kirchliche Pflegeeinrichtungen und Wohlfahrtsverbände über Leiharbeitsfirmen Lohn und Arbeitsbedingungen. Nach einer am Donnerstag veröffentlichten Untersuchung der Universität Duisburg-Essen gründeten viele Unternehmen in den vergangenen Jahren eigene Zeitarbeitsunternehmen, um geltende Standards zu unterlaufen. „Nicht selten kehren dieselben Beschäftigten so auf ihren früheren Arbeitsplatz zurück – nur für weniger Geld und zu schlechteren Arbeitsbedingungen“, sagte die Forschungsdirektorin am Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ), Claudia Weinkopf. Solche Praktiken gebe es in fast allen Branchen. Laut Hans-Böckler-Stiftung hatten bis 2007 gut sieben Prozent aller Firmen mit betrieblicher Interessenvertretung eine interne Zeitarbeitsfirma gegründet. kna

Teilzeit und befristete Jobs

auf dem Vormarsch

In Deutschland arbeiten immer weniger Beschäftigte in Vollzeit, dagegen sind Teilzeit und befristete Jobs auf dem Vormarsch. Nur in wenigen Ländern Europas sei der Rückgang stärker gewesen, heißt es in einer kürzlich veröffentlichten Studie der Bertelsmann Stiftung Gütersloh und des Instituts zur Zukunft der Arbeit. 2008 waren 60,1 Prozent aller Beschäftigten im Alter zwischen 25 und 64 Jahren in einem Normalarbeitsverhältnis mit mindestens 30 Arbeitsstunden pro Woche. Das sei ein Rückgang um 4,6 Prozentpunkte seit 2001. dpa

Unfall auf dem Arbeitsweg:

Kosten steuerlich absetzbar

Wer auf dem Weg zur Arbeit einen Verkehrsunfall hat, kann die Kosten steuerlich absetzen. Voraussetzung für die Anerkennung als Werbungskosten ist, dass der Unfall bei einer beruflich veranlassten Fahrt passiert ist. Darauf verweist der Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine in Berlin. Absetzbar seien etwa Reparaturkosten, die Selbstbeteiligung in der Kaskoversicherung sowie die Aufwendungen für Gutachter, Anwalt und Gericht. Wer aber aus privaten Gründen einen Umweg gefahren ist, hat keinen Anspruch auf Steuerminderung. dpa

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