Karriere : NACHRICHTEN

Studienwahl bestimmt auch

späteres Einkommen

Mit der Studienwahl entscheiden Schulabgänger auch über ihr späteres Einkommen. Wie viel ihr Abschluss auf dem Arbeitsmarkt wert ist, hängt aber nicht nur vom Fach ab. Auch Uni- und FH-Abgänger werden nicht gleich gut bezahlt, genauso wie Bachelor und Master. Absolventen mit Bachelor (BA) verdienen beim Berufsstart weniger als Akademiker, die länger studiert haben: Ihr Einkommen ist im Schnitt 15 bis 20 Prozent geringer als bei den alten Abschlüssen, erläutert Harald Schomburg von der Uni Kassel. Und: Uni-Absolventen verdienen laut Kolja Briedis vom Hochschul-Informations-System (HIS) auf lange Sicht im Schnitt mehr als FH-Abgänger. Zehn Jahre nach dem Abschluss verdienen vollzeitbeschäftigte Uni-Absolventen im Schnitt 64 300 Euro brutto im Jahr – bei der FH sind es nur 59 400 Euro. dpa

Bundesanstalt für Arbeitsschutz: Teilzeitarbeit ist Frauensache

Teilzeitjobs sind Frauensache: Knapp die Hälfte (47,2 Prozent) der berufstätigen Frauen in Deutschland arbeitet in Teilzeit. Bei Müttern mit einem Kind unter 18 Jahren sind es sogar fast zwei Drittel (65,5 Prozent). Das geht aus dem Bericht „Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit 2008“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in Dortmund hervor. Für Männer ist ein Teilzeitjob dagegen eher exotisch: Lediglich 8,3 Prozent von ihnen gingen einer solchen Beschäftigung nach. Hatten sie minderjährige Kinder, lag der Anteil sogar bei nur 5,5 Prozent. 73,4 Prozent der Frauen wählten Teilzeit aufgrund familiärer oder persönlicher Verpflichtungen. Männer arbeiten vor allem aus betrieblichen Gründen in Teilzeit (18,8 Prozent), oder sie machen neben der Arbeit eine Aus- oder Fortbildung (11,3 Prozent). (http://dpaq.de/bauabericht)dpa

Beratung gefragt: Viele Schüler haben vage Idee vom künftigen Job

Viele Schüler haben nur eine vage Idee davon, welchen Beruf sie später ausüben wollen. Sie sagen dann zum Beispiel, sie wollten etwas mit Menschen machen oder etwas mit Medien, erklärt Hella Eiteneuer, Beraterin für akademische Berufe bei der Arbeitsagentur in Koblenz. Genauere Vorstellungen hätten sie meist noch nicht, aber das sei auch völlig normal. In einer Beratung bei der Arbeitsagentur könne dann geklärt werden, welche Berufe oder Studiengänge passen könnten. Die Jugendlichen sollten sich selbst fragen: „Was ist mir wichtig? Was muss ein Beruf mitbringen, damit meine Interessen abgedeckt sind?“ Da die Orientierung Zeit braucht, sollten Schüler mindestens ein Jahr vor dem Abschluss anfangen, sich über ihre Berufswahl Gedanken zu machen, rät Eiteneuer auf dem Portal frauenmachenkarriere.de des Bundesfamilienministeriums. dpa

Auch Fach- und Führungskräfte fürchten um ihren Job

Angesichts der Wirtschaftskrise fürchten auch viele Fach- und Führungskräfte derzeit um ihren Job. Das ist zumindest das Ergebnis einer Online-Befragung mit rund 1900 Teilnehmern aus dieser Gruppe von Beschäftigten. Jeder Vierte davon sieht seinen Arbeitsplatz derzeit als unsicher an oder geht sogar davon aus, dass er ihn verlieren wird. Das teilt das Hanseatische Personalkontor in Hamburg mit, das die Studie gemeinsam mit der Universität Lüneburg erstellt hat. Befragt wurden Beschäftigte mit überwiegend hoch qualifizierten oder leitenden Tätigkeiten aus der Datenbank der Personalberatung. dpa

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