Karriere : Noch nicht fit für China

Bei Verhandlungen mit chinesischen Geschäftspartnern werden die großen kulturellen Unterschiede nach Angaben von Experten oft zum Problem. „Es gibt viele, die im China-Geschäft richtig auf die Nase gefallen sind“, sagt Meike von Koschitzky, Leiterin des Projekts „Fit for China“ von der Koordinierungsstelle Weiterbildung und Beschäftigung in Hamburg.

Oft seien es einfach Missverständnisse, die sich aus den starken kulturellen Unterschieden ergeben und die ein Geschäft scheitern lassen können. So herrsche bei Chinesen ein völlig anderes Rechtsverständnis vor als in Deutschland. Grundlage für den Geschäftsablauf seien nicht Verträge, sondern die persönliche Beziehung zum Vertragspartner. „Wenn der Ansprechpartner wechselt, kann es vorkommen, dass eine langjährige Zusammenarbeit einfach aufgekündigt wird“, erklärt von Koschitzky.

Absolutes Tabu-Thema sei Politik. Vor allem ein Gespräch über Taiwan oder die politische Führung Chinas erweise sich als problematisch. Guter Stil sei dagegen, sich auch bei völlig fremden Leuten nach dem Wohl ihrer Familie zu erkundigen. Darüber hinaus könne Wissen über chinesische Symbolik hilfreich sein. Bei Meetings empfehle es sich, rote und goldfarbene Kleidung zu tragen, da diese Farben im Reich der Mitte einen positiven Charakter aufwiesen. Eine grüne Krawatte dagegen sollte am besten gar nicht erst in den Reisekoffer gepackt werden, da diese Farbe negativ belegt sei.

Auch bei Zahlen gilt es nach Angaben der Expertin aufzupassen. Bucht der deutsche Unternehmer zum Beispiel ein Hotelzimmer für seinen chinesischen Partner, so sollte er Zimmer mit der Zahl vier besser meiden, da diese für den Tod stehe. Besser fahre er mit der Acht, die Glück symbolisiere. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben