RICHTIG INFORMIERT : Kostspielige Angebote hinterfragen

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Promovieren – aber richtig.

FALSCHE DOKTORTITEL

Mit akademischen Graden verdienen sich Betrüger eine goldene Nase. Neben Ghostwritern, die komplette Arbeiten schreiben, organisieren manche Berater Gefälligkeitsgutachten. Briefkasten-Hochschulen aus der Schweiz bieten sogar vermeintliche Doktor- oder Professoren-Titel gegen Geld an, die jedoch weder in der Schweiz, noch in Deutschland geführt werden dürfen. Doch das Geschäft wird schwieriger: Im bundesweit ersten großen Prozess zum Titelhandel wurde ein Promotionsvermittler vergangenes Jahr zu einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt.

BETRÜGEREI AUFDECKEN

Einen Überblick über die Wertigkeit von Bildungsabschlüssen aus dem Ausland gibt die Internetseite www.anabin.de, die von der Kultusministerkonferenz (KMK) betrieben wird. Auf Anabin.de lassen sich sowohl Hochschulen als auch Abschlüsse vergleichen. Ob ein Titel tatsächlich anerkannt wird, entscheiden jedoch die Wissenschaftsministerien der Länder.

DOKTORATSPROGRAMME

Kostspielig, aber anerkannt sind nach Auskunft von Aabin.de so genannte Doktoratsprogramme, wie sie von einigen Hochschulen aus dem angelsächsischen Raum angeboten werden. Die University of Gloucestershire aus dem britischen Cheltenham zum Beispiel hat kürzlich eine Niederlassung in München eröffnet. Dort bietet sie ein dreijähriges berufsbegleitendes Doktoratsprogramm an, das mit dem britischen Titel „Doctorate in Business Administration“ abschließt.phe

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