Karriere : Schlecht versichert

Makler werden nicht ausreichend fortgebildet

Bei einer Untersuchung von Weiterbildungskursen für Versicherungsvermittler hat die Stiftung Warentest große Unterschiede bei den Kosten und der Dauer der Kurse ermittelt. Die Seminare bereiten auf eine Prüfung vor, die nach einer neuen EU-Richtlinie seit Mai 2007 für Versicherungsvermittler verbindlich ist, wenn sie keine ausgedehnte Berufspraxis nachweisen können. Von heute auf morgen Makler werden – das geht nun nicht mehr. Doch der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) warnt: Die Inhalte der Kurse seien dürftig. Vertreter würden nicht ausreichend geschult, um die Verbraucher kompetent beraten zu können.

Bildungsträger bieten unterschiedliche Kurse an: Einige richten sich an Einsteiger, andere an Vermittler mit einigen Jahren Berufserfahrung. In den Prüfungen werden Kenntnisse über die gesetzlichen und privaten Versicherungen abgefragt. Die Marktübersicht der Stiftung Warentest zeigt, dass sich ein genauer Vergleich der Anbieter lohnt. Je nach Kurskonzept bereiten sich die Teilnehmer zwischen sechs Wochen und 18 Monaten auf die Sachkundeprüfung vor. Große Unterschiede gibt es auch bei den Kosten: Diese liegen zwischen 480 und 3900 Euro.

Experten bemängeln, dass die Seminarinhalte nicht ausreichen, um dem steigenden Anspruch an die Versicherungsvermittler gerecht zu werden. Nach Angaben der Stiftung Warentest liege der Schwerpunkt des Unterrichts laut Prüfungsordnung auf Kundenberatung und Verkauf. Den Maklern würde dagegen nicht umfassend vermittelt, den Versicherungsbedarf der Verbraucher kompetent einzuschätzen. phe

Die Ergebnisse stehen auch im Internet unter www.test.de.

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