STEUERERKLÄRUNG : Lehrgänge als Werbungskosten absetzen

Wer einen Sprachkurs von der Steuer absetzen möchte, muss nachweisen, dass er den Lehrgang aus beruflichen Gründen und nicht etwa zum privaten Vergnügen absolviert. Bei Kursen wie Business-Englisch oder Handelsspanisch lässt sich das Finanzamt leicht überzeugen, „aber auch nur dann, wenn man in einem Beruf arbeitet, in dem man das auch braucht – etwa als Buchhalter oder Verkäufer im bilateralen oder internationalen Geschäft“, so Wolfgang Wawro, Präsident des Steuerberaterverbandes Berlin-Brandenburg.

Am besten, man legt der Steuererklärung eine Bestätigung des Arbeitgebers bei, dass der Kurs aus beruflichen Gründen besucht wurde, so Wawro. Man kann einen Lehrgang allerdings auch dann absetzen, wenn man sich erst um einen Job bewirbt. „Dann muss man dem Finanzamt klarmachen, dass man erst mit besseren Spanisch-Kenntnissen Aussicht auf eine bestimmte Stelle hat.“ In einem solchen Fall kann eine Firma, bei der man sich – ob erfolgreich oder nicht – um den Job beworben hat, ein entsprechendes Schreiben ausstellen.

Den Preis für den Kurs, einschließlich Lehrmaterialien, trägt man auf der zweiten Seite der Anlage N unter „Weitere Werbungskosten“, Zeilen 52 bis 54, ein. „Wenn keine private Mitveranlassung vorliegt, kann man den Sprachkurs, wenn die oben beschriebenen Voraussetzungen erfüllt sind, als Werbungskosten absetzen – und zwar in unbegrenzter Höhe.“ Einen Sprachlehrgang als Ausbildungskosten abzusetzen, sei nur sehr selten möglich, so Wawro. Bei einem zeitweisen Auslandsstudium wäre das jedoch anders. amy

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben