Streitpunkt Computerkurse : Wichtig ist der Bezug zum Beruf

Computerkurse gehören zu den beliebtesten Weiterbildungen. Wer die Kosten dafür geltend machen will, muss aber damit rechnen, dass ihm der Posten gestrichen wird. Begründung: Die Kenntnisse könnten auch privat genutzt werden und gehörten außerdem zur Allgemeinbildung.

Trotzdem gilt: Aufwendungen für einen Computerkurs sind als Werbungskosten absetzbar, sofern man die PC-Kenntnisse konkret für den Beruf benötigt - das gilt auch für Anfängerkurse (Finanzgericht Rheinland-Pfalz vom 24.10.2005, 5 K 1944/03, Deutsches Steuerrecht Entscheidungsdienst (DStRE) 2006, Seite 136).

Weiteres Argument: Auch Sprachkurse für Anfänger wurden vom Bundesfinanzhof (BFH) anerkannt, sofern ein konkreter Bezug zum Beruf bestand (etwa BFH-Urteile vom 26.11. 1993, Bundessteuerblatt (BStBl) 1994 II, Seite 248 und vom 10.4.2002, BStBl 2002 II, Seite 579). Für PC-Kurse darf nichts anderes gelten.

Nach weiteren Urteilen rund um Steuern und Weiterbildung kann man unter www.bundesfinanzhof.de (Rubrik „Entscheidungen“) mit Hilfe von Stichworten suchen. sizo

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