Tagesspiegel-Ausbildungsmesse : Berufe und Betriebe kennenlernen

Beim „Karrierekompass“ am 27. Januar können Schüler Unternehmen, Bildungsträger und Hochschulen treffen.

von
Ins rechte Licht gerückt: Rund um die Infostände gibt es Aktionen, Vorträge und Workshops.
Ins rechte Licht gerückt: Rund um die Infostände gibt es Aktionen, Vorträge und Workshops.Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Heute füllt er Fußballstadien, doch einst tüftelte Comedian Mario Barth als Elektroniker an Telekommunikationsanlagen herum. Schauspielerin Jeanette Biedermann ging bei Friseur-Altmeister Udo Walz in die Lehre. Und Sänger Tim Bendzko begann ein Theologiestudium und jobbte als Auktionator im Autohandel, bevor er auf der Bühne „nur noch kurz die Welt rettete“.

Die drei prominenten Beispiele zeigen: Der Weg in den Wunschberuf muss nicht immer gradlinig verlaufen. Doch wer sich bereits vor einer Ausbildung oder einem Studium mit seinen Interessen auseinandersetzt, spart sich einige Irrungen und Wirrungen. Dabei haben Jugendliche heute viele Möglichkeiten, sich über Berufsbilder zu informieren – eine davon ist die Ausbildungsmesse „Karrierekompass“, die der Tagesspiegel am kommenden Mittwoch veranstaltet.

Was vor acht Jahren als „Bewerbertag“ begann, hat sich zur etablierten Berufsinformations-Veranstaltung entwickelt. Im Verlagshaus am Askanischen Platz können sich Schüler ab der neunten Klasse bis zum Abitur über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten informieren. Rund 20 Berliner Unternehmen, Hochschulen und Bildungsträger sind mit Ständen vertreten; Personalverantwortliche, Azubis und Studierende präsentieren Ausbildungen und Studiengänge. Wer seine Bewerbungsmappe mitbringt, kann sie gleich abgeben. Wer noch unsicher ist, ob er bei Inhalt und Gestaltung alles richtig gemacht hat, lässt sie vor Ort checken.

Beim neuen Azubi-Speeddating haben Jugendliche die Chance, Aussteller in kurzen Gesprächen direkt kennenzulernen. Dabei wichtig: Bitte bis morgen Abend verbindlich anmelden. Neu sind auch Workshops und Vorträge, in denen Schüler Denkanstöße bekommen, wie sie ihren Stärken und Schwächen auf den Grund gehen. Unter dem Motto „Hellet Köppchen, aber keen Plan“ helfen die Karrierecoaches von Personal Identity Berlin bei der Studien- und Berufswahl.

Vom Hauptschüler zum Einser-Abiturienten und Studenten – diese tolle Entwicklung machte Yigit Muk aus Neukölln, über den der Tagesspiegel im November berichtete. Von der Wende in seinem Leben und wie er die Lust am Lernen entdeckte, erzählt er in seinem Buch „Muksmäuschenschlau“ – und beim „Karrierekompass“ im Gespräch mit Tagesspiegel-Redakteur Gerd Nowakowski.

Experten-Tipps rund um die Bewerbung

Wie muss meine Bewerbung aussehen, damit sie beim Personaler „einschlägt“? Was ist bei Bewerbungen per E-Mail zu beachten? Und wie verhalte ich mich im Vorstellungsgespräch? Es sind immer die gleichen Themen, über die Schüler vor dem Start in den Beruf nachdenken. Gerade bei der Frage „Papier- oder Online-Bewerbung“ hat sich viel getan. Via E-Mail, Kontaktformular oder Social Media versandte Unterlagen liegen nicht nur im Trend, sondern sind in vielen Branchen Standard geworden. Gilt das auch für die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz? Bin ich schon „raus“ wenn ich auf die gute, alte Mappe setze? Experten des Job Point Berlin Mitte geben in Vorträgen Tipps zu grundlegenden Fragen rund ums Bewerben.

Wie ist das eigentlich so als ....? Wer könnte Schülern besser berichten, was sie in ihrem Traumjob erwartet, als Menschen, die ihn bereits machen. Sabrina Markutzyk vom Tagesspiegel erzählt im Gespräch mit Redakteurin Esther Kogelboom davon, wie Social Media zum Beruf werden kann. Vorträge zu verschieden Branchen – von sozialen und kaufmännische Berufen bis zu Polizei und Bundeswehr –, Ausbildungsangebote an der Jobwand und eine Fotobox für Schnappschüsse zur Entspannung zwischendurch machen das diesjährige Angebot des „Karrierekompass“ komplett.

Damit sich der Besuch lohnt, sollten Schüler neben ihren Bewerbungsunterlagen am besten auch ein paar schlaue Fragen im Gepäck haben. Denn es macht sich immer gut, wenn Azubis in spe zum Beispiel schon wissen, in welchen Berufen ein Betrieb überhaupt ausbildet. Doch auch zur ersten Inspiration sollten Schüler die Stände der Teilnehmer selbstbewusst ansteuern – schließlich fängt jeder irgendwann und irgendwo mit der Berufswahl an. Mut sollte ihnen dabei die Tatsache machen, dass aufgeschlossene und sympathische junge Menschen als zukünftige Fachkräfte überall gerne gesehen sind. Und auch wenn Schulabschlüsse und -noten natürlich nicht völlig unerheblich sind: Wichtiger ist den meisten Betrieben, Nachwuchs zu finden, der ehrliches Interesse, Neugier, Zuverlässigkeit und Teamgeist mitbringt. Steht der Traumberuf erst einmal fest, sollte das doch ein Klacks sein.

Ausbildungsmesse "Karrierekompass"
Mittwoch, 27. Januar 2016, 8 bis 15 Uhr

Tagesspiegel-Verlagshaus, Askanischer Platz 3 10963 Berlin
S-Bahn: Anhalter Bahnhof, Bus: M29, U-Bahn: U2 bis Potsdamer Platz (kurzer Fußweg)

Eintritt frei, bitte anmelden!

Das komplette Programm steht hier.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben