Karriere : Tipps für Ferienjobs

Für viele Berliner Schüler ist der Ferienbeginn der Startschuss, um das Taschengeldkonto aufzufüllen. Wer seinen 15. Geburtstag hinter sich hat, darf die „Ferienkohle“ einfahren – allerdings gibt es Auflagen. „Große Hitze, Kälte oder Nässe sind tabu. In Kühlräumen haben Jugendliche beispielsweise nichts verloren“, sagt Lothar Nätebusch, Bezirksverbandsvorsitzender der IG Bau Berlin.

Auch auf Arbeitsstellen, an denen mit gefährlichen Substanzen hantiert werde, seien Jugendliche unter 18 Jahren fehl am Platz. Zudem gelte für die U18-Jährigen ein „Arbeitszeitlimit“. Vierzig Stunden in der Woche, dann ist Schluss“, sagt Nätebusch. Jeder Arbeitstag dürfe höchstens zehn, in Ausnahmefällen wie in der Landwirtschaft elf Stunden dauern. „Regelmäßige Pausen sind Pflicht“, so der Gewerkschafter. Die Wochenenden sind übrigens auch in den Ferien „malochefreie Zone“: Da gebe es wenige Ausnahmen – ganz auf den Badesee verzichten sollten Jugendliche nämlich nicht.

Damit das sauer verdiente Geld nicht gleich beim Finanzamt landet, müssen die Jugendlichen einige Regeln beachten. Nur bis zu einem Monatsverdienst von 899 Euro ist der Ferienjob steuerfrei. Wenn mehr Geld auf dem Konto landet, müssen die Jugendlichen Lohnsteuer zahlen – die sie in der Regel durch den Lohnsteuerjahresausgleich aber zurück bekommen. „Sozialversicherungsbeiträge fallen beim Ferienjob nicht an. Die müssen erst ab dem 51. Arbeitstag im Jahr abgeführt werden“, erklärt Nätebusch.

Übrigens: Wenn Ferienjobbern etwas passiert, stehen sie nicht im Regen. „Sie sind über den Arbeitgeber versichert“, so Nätebusch. „Auf gefährlichen Arbeitsplätzen haben Jugendliche aber auch nichts verloren. Da sollten auch die Eltern ein Auge drauf haben.“ dpa

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