Universitäten : Hochschulen sollten mehr fortbilden

Die Hochschulen in Deutschland lassen nach Feststellung des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft das Geschäftsfeld Weiterbildung weitgehend brachliegen. Von den fast 30 Milliarden Euro, die Unternehmen jährlich für Weiterbildung ausgeben, fließe nur ein kleiner Teil an die staatlichen Hochschulen, berichtete der Stifterverband in Essen.

„Viele Hochschulen überlassen das Feld weiterhin ihren Professoren für individuelle Aktivitäten und Einnahmen in Nebentätigkeit“, sagte der Generalsekretär des Stifterverbands, Andreas Schlüter. Vielerorts sei die Weiterbildung nur ein Abfallprodukt bestehender Lehrangebote.

Um durch Weiterbildung Einnahmen erzielen zu können, müssten die Universitäten und Fachhochschulen zunächst aber Geld ausgeben. „Für dieses neue Geschäftsfeld der Hochschulen brauchen wir ein Investitionsprogramm des Bundes und der Länder im dreistelligen Millionenbereich“, forderte Schlüter. dpa

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