Karriere : URTEILE

Arbeitnehmer sollten sich über Krankheitstage-Regeln informieren



Arbeitnehmer sollten sich in ihrem Betrieb erkundigen, nach wie vielen Krankheitstagen sie die Bescheinigung des Arztes vorlegen müssen. Viele Unternehmen fordern dies immer dann, wenn ein Mitarbeiter länger als drei Tage krankheitsbedingt fehlt, erläutert die AOK Rheinland/Hamburg in Düsseldorf. Allerdings kann im Arbeits- oder Tarifvertrag festgelegt sein, dass bereits eine eintägige Auszeit vom Arzt bescheinigt werden muss. Unabhängig davon muss ein kranker Mitarbeiter seinen Chef so schnell wie möglich über die Krankheit und die voraussichtliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit informieren, zum Beispiel per Telefon. dpa

Sonderzahlungen sind an Grundsatz der Gleichbehandlung gebunden

Ein Arbeitgeber, der Sonderzahlungen zu bestimmten Anlässen gewährt, ist an den Grundsatz der Gleichbehandlung gebunden. Mit diesem Urteil wies das Bundesarbeitsgericht in Erfurt die Revision eines Unternehmers zurück. Dieser hatte nur den Beschäftigten Weihnachtsgeld gezahlt, die vorher bereit waren, für weniger Lohn länger zu arbeiten. Den Angaben zufolge hatten in einem Automobilzulieferungsbetrieb etwa 400 Arbeitnehmer im Jahr 2001 einer Verlängerung der Arbeitszeit und Grundlohnsenkung zugestimmt, um so einen Beitrag zur Sanierung der Firma zu leisten. Etwa 50 Arbeitnehmer hatten allerdings die entsprechende Änderung des Arbeitsvertrags verweigert. Als der Betrieb für das Jahr 2003 Weihnachtsgeld zahlte, wurden sie nicht bedacht. (Aktenzeichen: Bundesarbeitsgericht – 10 AZR 568, 569 und 570/06). AP

Arbeitgeber darf Bewerber nicht nach Schwerbehinderungen fragen

Arbeitgeber dürfen Stellenbewerber nur bedingt nach einer möglichen Schwerbehinderung fragen. Nach Angaben des Deutschen Anwaltvereins (DAV) in Berlin sind Arbeitnehmer lediglich verpflichtet, darüber Auskunft zu geben, ob sie unter körperlichen, geistigen oder seelischen Beeinträchtigungen leiden, durch die sie für die vorgesehene Tätigkeit ungeeignet sind. Das gehe aus einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Hamm hervor (Aktenzeichen: 15 Sa 740/06).dpa

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