Karriere : URTEILE

Azubi kann mehreren Arbeitgebern eine Zusage machen



Lehrstellensuchende dürfen mehreren Arbeitgebern eine Zusage machen. Es kann sogar vorkommen, dass sie bei mehr als einer Firma einen Vertrag unterzeichnen. Der Arbeitgeber, dem dann abgesagt wird, hat dem Verlag für die deutsche Wirtschaft in Bonn zufolge dagegen rechtlich nichts in der Hand. Der Bewerber könne noch vor Beginn der Ausbildung wieder kündigen und zu dem anderen Betrieb gehen, den er vorzieht. Das gilt auch dann, wenn er bereits seine Lohnsteuerkarte abgegeben hat. Es ist sein Recht, diese zurückzufordern. In den meisten Fällen steigere es allerdings die „Vertragstreue“, wenn der neue Mitarbeiter die Lohnsteuerkarte dem Arbeitgeber schon ausgehändigt habe. dpa

Fortbildungskosten müssen nicht automatisch zurückgezahlt werden

Arbeitgeber können Fortbildungskosten nicht ohne Weiteres zurückverlangen. Selbst wenn das so vereinbart wurde, muss ein vorzeitig aus seinem Arbeitsverhältnis ausscheidender Arbeitnehmer sein Gehalt nicht teilweise zurückzahlen, das er während eines berufsbegleitenden Studiums bezogen hat. So entschied das Arbeitsgericht Krefeld (Aktenzeichen: 3 Ca 1125/07), wie der Deutsche Anwaltverein (DAV) in Berlin mitteilt. Wenn Gehaltszahlungen durch eine „vertragliche Fiktion“ zur Hälfte in Ausbildungskosten umgemünzt werden, werde deutlich in das Gleichgewicht zwischen Leistung und Gegenleistung eingegriffen. Informationen: Deutsche Anwaltauskunft (Tel. 01805/18 18 05, 14 Cent/Minute, Internet: www.anwaltauskunft.de. dpa

Urlaubsanspruch verlängert sich nicht bei zweiter Elternzeit

Nehmen berufstätige Väter oder Mütter mehrere Elternzeiten nacheinander, verlängern sich dadurch nicht ihre Urlaubsansprüche. Das geht aus einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz in Mainz hervor, auf das der Verlag „Neue Wirtschafts-Briefe“ in Herne hinweist (Aktenzeichen: 10 Sa 500/07). Demnach verfallen Urlaubstage, wenn sie nicht spätestens im Jahr nach dem Ende der ersten Jobpause genommen werden. Die Ansprüche können nicht über mehrere Elternzeiten hinaus verlängert werden.dpa

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