Karriere : Verhandeln im Rollenspiel üben

Beschäftigte üben ein Gespräch mit dem Chef besser gründlich, bevor sie mit ihm über ihr Gehalt verhandeln. Rollenspiele seien dabei die beste Vorbereitung, rät der Karriereberater Martin Wehrle aus Jork bei Hamburg. Nur auf dem Papier einen Schlachtplan zu entwerfen, sei weniger effektiv. Denn Argumente prägten sich besser ein, wenn sie laut vorgetragen werden, erläutert Wehrle in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Unicum Beruf“. So lasse sich verhindern, dass im entscheidenden Moment vor lauter Nervosität die passenden Worte fehlen.

Zur Not helfe es schon, wenn man vor dem Spiegel übe. Besser noch sei es, das Gespräch im Rollenspiel mit einem Bekannten oder Freund zu proben – so lange, bis Beschäftigte sicher genug für den Ernstfall sind. Das ist dann der Fall, wenn sie gelernt haben, gängige „Killerphrasen“ vom Chef zu kontern und drohende Fettnäpfchen zu umgehen. So gewappnet müssten Beschäftigte keine Angst haben, beim Verhandeln von vornherein die Unterlegenen zu sein.

Zwar ist der Chef generell erfahrener im Verhandeln und er hat gemeinhin auch die bessere Ausgangsposition. Dennoch gelte der Grundsatz: Übung macht den Meister. Mit der richtigen Vorbereitung lasse sich so etwas wie „Waffengleichheit“ schaffen. dpa

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