Karriere : Viel Arbeit, wenig Bildung

Die Beschäftigten in Deutschland arbeiten einer Studie zufolge immer häufiger in Schichtsystemen, nachts oder deutlich über 40 Wochenstunden. Eine Analyse neuester Daten zur Arbeitszeitentwicklung habe zwei Trends aufgezeigt, erklärte das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung am Donnerstag. Einerseits arbeiteten Menschen immer länger, andererseits zu immer unregelmäßigeren Arbeitszeiten. Von 2002 bis 2007 sei die durchschnittliche Wochenarbeitszeit um etwa 40 Minuten auf 40,3 Stunden gestiegen, erklärte WSI-Chef Hartmut Seifert. Fast jeder Dritte leiste 42 und mehr Stunden – obwohl die Effizienz nach der achten Arbeitsstunde pro Tag nach Angaben von Arbeitsmedizinern deutlich abnehme und das Unfallrisiko steige. Der Arbeitszeitforscher wies zudem auf ein weiteres Problem hin: Nach einem langen Arbeitstag falle es schwer, noch Zeit und Energie für Weiterbildung aufzubringen. AFP

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