Wirtschaft : Karstadt muß sparen

Elf Hertie-Häuser vor der Schließung / Personalabbau angekündigt

Essen (dpa).Der Essener Karstadt-Konzern will in diesem Jahr mit der Schließung von elf weiteren Hertie-Häusern und einem nicht näher bezifferten Personalabbau wieder mehr Geld verdienen."Es wird nicht wenig sein", kündigte der Karstadt-Vorstandsvorsitzende Walter Deuss am Donnerstag bei der Bilanzvorlage in Essen an.Im vergangenen Jahr war bei Karstadt und Hertie die Mitarbeiterzahl um 5089 auf 80 917 zusammengestrichen worden.Nach in den vergangenen vier Jahren aufgelaufenen Verlusten "in der Größenordnung von rund einer halben Mrd.DM" durch die Übernahme vo Hertie kündigte Deuss für 1997 erstmals "ein fast ausgeglichenes Ergebnis" bei der Tochtergesellschaft an.Zuletzt hatte Hertie den Konzerns noch mit einem Verlust von 102,2 Mill.DM belastet.Der Jahresüberschuß von Karstadt hatte sich im gleichen Zeitraum von 109 Mill.DM (1995) auf 58,6 Mill.DM nahezu halbiert.In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres liege das Ergebnis des Konzerns im Rahmen der Planungen, die eine "nicht unwesentliche Verbesserung" anstrebten, hieß es.Bis Ende März mußte Karstadt jedoch einen Umsatzrückgang um 2,3 Prozent auf 5,997 Mrd.DM hinnehmen.Im vergangenen Jahr war der Umsatz des Unternehmens durch Erfolge in der Touristiksparte noch um ein Prozent auf 28,7 Mrd.DM angestiegen.Bereits für das kommende Jahr kündigte Karstadt-Vorstandsmitglied Klaus Eierhoff Einsparungen von rund 150 Mill.DM.Von 1999 an sollen unter anderem durch eine Reduzierung der Zahl von rund 70 000 Lieferanten, neue Organisationsstrukturen und einem reduzierten Warenangebot in allen Bereichen 250 Mill.DM pro Jahr eingespart werden.

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