Wirtschaft : Karstadt verkauft weiter Konzern will „Home Shopping Europe“ abgeben

-

Berlin Der Karstadt-Quelle-Konzern kommt beim Verkauf von Konzernteilen offenbar weiter voran. Nach Informationen des Tagesspiegel könnte im Laufe dieser Woche der Verkauf von „Home Shopping Europe“ an das Home Shopping Network abgeschlossen werden. Nach Angaben aus Branchenkreisen geht es dabei um einen niedrigen zweistelligen Millionen Betrag.

Rund 28 Millionen Euro könnte der Verkauf des Sportsenders DSF bringen. „Die Verhandlungen sind weit fortgeschritten. Es geht nur noch um Details“, sagte Konzernsprecher Jörg Howe. Mit dem Abschluss rechne er „sehr bald“. Käufer ist der Münchner Medienkonzern EM.TV. Laut Handelsblatt ist der Verkauf der DSF-Anteile, die der Konzern im Mai 2003 für einen „Schnäppchenpreis“ von rund elf Millionen Euro erworben hatte, ein lukratives Geschäft.

Unterdessen standen die Aktien des angeschlagenen Karstadt-Quelle-Konzerns am Dienstag weiter unter Druck. Das im M-Dax gelistete Papier verlor bis Handelsschluss 2,07 Prozent auf 7,08 Euro. Belastet wurde das Papier durch Berichte, wonach einige der Kredit gebenden Banken begonnen haben, ihre Karstadt-Kredite zu verkaufen. Einige Analysten werteten das als ein Signal, dass die Banken kein Vertrauen in das Sanierungskonzept des Konzerns hätten. Konzernsprecher Howe wies das jedoch zurück. Es handele sich dabei um ganz normale Geschäftstransaktionen unter Banken. Weder das Sanierungskonzept noch die Kreditlinien von Karstadt seien davon betroffen.

Dennoch verkürzen fünf Berliner Filialen ab dem kommenden Wochenende samstags ihre Öffnungszeiten von 20 auf 18 Uhr. „Ein völlig normaler Vorgang“, sagte Karstadt–Einzelhandelssprecher Elmar Kratz auf Nachfrage. Viele Geschäfte hätten in den Wintermonaten länger geöffnet, und wenn im Frühjahr das Kundeninteresse schwinde, würden die Geschäftszeiten wieder verkürzt. jzi/vis

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben