Wirtschaft : Kartellamt hat Metro im Visier

BERLIN (Tsp).Das Bundeskartellamt hat dem Handelskonzern Metro wegen Mißbrauchs von Nachfragemacht die rückwirkende Anpassung der Lieferkonditionen im Zuge der Allkauf-Übernahme untersagt.Das teilte das Kartellamt am Dienstag in Berlin mit.Die Wettbewerbshüter werfen der Kölner Metro AG vor, nach dem Kauf der Allkauf-Märkte von deren Lieferanten Vorzugsbedingungen auch für sich gefordert zu haben.Zu den Lieferbedingungen zählen Preise, Rabatte oder Zahlungstermine.

Die Metro AG, die bereits im Dezember abgemahnt worden war, hat Beschwerde gegen den Kartellamtsbeschluß angekündigt.Metro hatte im Sommer die Allkauf-Märkte übernommen und rückwirkend zum Jahresanfang 1998 eine Angleichung der Konditionen der Lieferanten gefordert.

Nach Darstellung des Bundeskartellamtes dürfen Unternehmen ihre Marktstellung nicht dazu ausnutzen, bei kleinen oder mittleren Unternehmen ohne sachlich gerechtfertigten Grund Vorzugskonditionen durchzusetzen, sofern diese keine Ausweichmöglichkeiten hätten.In dem Mißbrauchsverfahren sieht das Kartellamt Lieferanten als kleine oder mittlere Unternehmen an, wenn sie weniger als 500 Mill.DM Umsatz erzielen.Von Metro abhängig sind diese, soweit sie mehr als 7,5 Prozent ihres Umsatzes mit Metro abwickeln.Das Amt hatte 40 Lieferanten befragt.Bei mindestens der Hälfte der Unternehmen liege eine ungerechtfertigte Behinderung vor.

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