Wirtschaft : Kartellamt leitet neues Musterverfahren für Strommarkt ein

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Aufgrund von Beschwerden der Stromanbieter Lichtblick und Yello hat das Bundeskartellamt am Donnerstag ein Missbrauchsverfahren gegen die Stadtwerke München eingeleitet. Wie die Wettbewerbsbehörde in Bonn mitteilte, weigern sich die Stadtwerke, den Strom der Konkurrenz in ihrem Netzgebiet durchzuleiten und berufen sich darauf, dass standardisierte Lastprofile fehlen, mit deren Hilfe der Stromverbrauch der Privatkunden berechnet werden könnte. Nach Meinung des Kartellamts könnten die Stadtwerke aber für eine Übergangszeit auf Lastprofile zurückgreifen, die von anderen Netzbetreibern entwickelt worden sind. Der Münchner Fall ist ein weiteres Musterverfahren für den Strommarkt. Zahlreiche Netzbetreiber, darunter auch die Berliner Bewag, weigern sich mit Hinweis auf fehlende Abrechnungsmöglichkeiten, fremden Strom für Privatkunden durchzuleiten. Aus Berlin, so ein Sprecher des Kartellamts, lägen der Behörde jedoch noch keine Beschwerden vor.

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