Wirtschaft : Kartellamt prüft Rabatte der Post

Berlin - Der Vorwurf der Konkurrenz existiert schon lange: Die Preise, die die Deutsche Post von Großkunden für die Versendung von Briefen verlangt, seien nicht kostendeckend, dadurch behindere der ehemalige Monopolist den Wettbewerb. Bisher hat die Post den Vorwurf immer als unbegründet zurückgewiesen, unter anderem mit dem Hinweis, dass das noch niemals nachgewiesen worden sei.

Jetzt hat das Bundeskartellamt ein Missbrauchsverfahren eingeleitet. Geprüft werde, ob die Post „durch eine Kampfpreisstrategie versucht, Wettbewerber aus dem Markt zu drängen oder fernzuhalten“, sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt. Betroffen ist nicht das von der Bundesnetzagentur genehmigte Porto, das Verbraucher oder kleine und mittlere Unternehmen für die Versendung von Briefen zahlen, sondern die Rabatte, die Großversender wie Banken oder Krankenkassen erhalten. Die Post verwies am Montag darauf, dass die Bundesnetzagentur sich immer wieder intensiv mit dem Thema beschäftigt und dabei nie Grund zur Beanstandung gehabt habe. vis

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